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Zahlungsdienstleister Wirecard-Vorstände kaufen während Kursturbulenzen Aktien zu

Alexander von Knoop und Jan Marsalek haben die Kursturbulenzen der vergangenen Wochen zum Kauf von Papieren in sechsstelliger Höhe genutzt.
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„Von Wirecard würde ich erstmal die Finger lassen“

MünchenBeim Zahlungsdienstleister Wirecard haben zwei Vorstände während der heftigen Kursturbulenzen in den vergangenen anderthalb Wochen größere Aktienpakete gekauft. Finanzvorstand Alexander von Knoop hat laut der Datenbank der Börsenaufsicht Bafin am vergangenen Donnerstag insgesamt fünf Orders im Gesamtwert von 111.665,85 Euro abgegeben. Der durchschnittliche Aktienkurs lag dabei bei 111,67 Euro.

Sein Kollege Jan Marsalek, der als Vorstand für Organisation bereits seit dem Jahr 2010 im Amt ist, hat am selben Tag Papiere im Gesamtwert von 110.000 Euro gekauft. Dabei handelte es sich der Datenbank zufolge nur um eine Order zum Kurs von 110 Euro.

Nach dem erneuten Kurssturz am Freitag liegen beide Vorstände aktuell im Minus. Auch wenn die Wirecard-Aktie am Montag zum Handelsstart um mehr als zwei Prozent im Plus lag, notierten die Papiere knapp unterhalb von 100 Euro.

Die Wirecard-Aktie steht seit den ersten Vorwürfen um manipulierte Konten und Betrug, die am 30. Januar aufkamen, massiv unter Druck. In der Spitze hatte sie fast zehn Milliarden Euro an Börsenwert eingebüßt.

Am vergangenen Freitag führten Meldungen über eine Durchsuchung der Zentrale in Singapur durch die dortige Polizei zu erneuten Kursverlusten im zweistelligen Bereich. Die Aktie fiel dabei auf den tiefsten Stand seit gut einem Jahr.

Vorstände, Aufsichtsräte und deren nahe Angehörige müssen Geschäfte mit Aktien ihres Unternehmens den Vorschriften zufolge innerhalb von fünf Tagen an die Börsenaufsicht Bafin melden. Finanzvorstand Alexander von Knoop sowie COO Jan Marsalek waren in der Vergangenheit eher selten durch Eigengeschäfte mit Wirecard-Aktien aufgefallen. Stattdessen hatte Vorstandschef und Gründer Markus Braun über seine MB Beteiligungsgesellschaft durch stetige Zukäufe seinen Aktienanteil bei Wirecard auf inzwischen 7,05 Prozent ausgebaut.

Damit ist er größter Anteilseigner des Dax-Neulings. Brauns letzte Kauforder stammt vom 22. November vergangenen Jahres. Damals hatte er Papiere im Wert von mehr als einer Million Euro geordert. Der Kaufpreis je Aktie betrug 130,87 Euro.

Gewöhnlich kaufen oder verkaufen Führungspersonen Aktien ihres Unternehmens, wenn sie der Meinung sind, dass sich die aktuelle Kursentwicklung nicht mit dem von ihnen angenommenen Potenzial der Aktie deckt. Das Handelsblatt bündelt alle zwei Wochen die Käufe und Verkäufe von Führungspersonen in Dax, MDax, TecDax und SDax im sogenannten Insiderbarometer und gibt dabei auch eine Indikation für die Entwicklung des Gesamtmarktes.

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