Investieren in China Fallstricke und Anlagestrategien

China ist in, doch Moden bergen immer Gefahren. Welche Fallstricke beim Investment lauern und welche Strategien Aussicht auf Erfolg haben.
  • Andreas Hoffbauer
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Fallstricke

China-Euphorie: China ist in, doch Moden bergen immer Gefahren. In China-Aktien sollte nur investieren, wer sich mit dem Land beschäftigt und wer finanziell ein gewisses Risiko eingehen kann. Es empfehlen sich langfristige Investments, um zum Teil heftige Kursschwankungen abzufedern.

Transparenz: Chinas Finanzmärkte gelten größtenteils als intransparent: Es fehlt eine starke Aufsicht, viele Regeln sind unklar, es gibt komplizierte Aktiengattungen (A-, B-, H-Aktien). Zudem mangelt es beim Einblick in die Firmenbilanzen und an zuverlässigen volkswirtschaftlichen Daten.

Mächtige Politik: Nur ein Drittel aller Papiere sind am Markt, der Rest gehört dem Staat. Ausländer sind vom Aktienkauf an den Festlandbörsen weitgehend ausgeschlossen. Gesetzliche Vorgaben und Änderungen werden oft sehr kurzfristig umgesetzt, das macht es auch für chinesische Anleger schwierig.

Anlagestrategie

Konsum: China bleibt mit einem Jahreswachstum von mehr als zehn Prozent eine Konjunkturlokomotive. Die Regierung will den Boom künftig jedoch stärker vom Export abkoppeln, der inländische Konsum soll zum neuen Wachstumsmotor werden. Handy-Hersteller, Molkereien, Autobauer – viele China-Aktien gelten darum als Hoffnungsträger. Genannt werden oft Mengniu Diary (Milch, Käse), Xiwang Sugar (Lebensmittel) und auch Finanzdienstleister wie China Construction Bank (CCB).

Umwelt: Chinas massive Umweltprobleme werden von Anlagestrategen als Chance gesehen. Allerdings sind hier vor allem ausländische Firmen stark. Doch auch beim Blick auf China-Aktien bieten sich vereinzelte Anlagemöglichkeiten, etwa bei Wasseraufbereitung oder Bergwerkstechnik. Profitieren könnte etwa die Aktie des Pekinger Unternehmens Epure, das als innovativer Wasseraufbereiter gilt.

Energie: Nach offiziellen Aussagen benötigt China bis 2020 Investitionen in Höhe von umgerechnet 200 Mrd. Euro, um die gesetzten Ziele bei den erneuerbaren Energien zu schaffen. Davon könnten Aktien von Firmen profitieren, die im Bereich Wind- und Sonnenenergie aktiv sind – etwa Suntech Power aus dem südchinesischen Wuxi. Allerdings ist dieser Bereich stark abhängig von politischen Entscheidungen, und ein klarer Preismechanismus für den chinesischen Markt fehlt.

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