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Was Growth Investment bringt Mit Wachstum zum Erfolg

Verschiedene Anlagestile helfen bei der Aktienauswahl fürs Depot. Spekulative Anleger setzen auf Unternehmen, bei denen sie in Zukunft mit deutlichen Gewinnsteigerungen rechnen.
Beispiel Biotechnik: Ein technischer Assistent der MorphoSys AG bei der Isolierung von Antikörper-Genen. Die Branche zählt zu den klassischen Wachstumssektoren. Foto: PR

Beispiel Biotechnik: Ein technischer Assistent der MorphoSys AG bei der Isolierung von Antikörper-Genen. Die Branche zählt zu den klassischen Wachstumssektoren. Foto: PR

FRANKFURT. Der Kursrutsch an den Aktienmärkten der vergangenen Woche hat viele Anleger verunsichert. Schließlich waren wichtige Börsenindizes wie der Deutsche Aktienindex (Dax) zuvor über Monate kraftvoll nach vorn marschiert, die Aussichten galten als stabil. Investoren, die konsequent einen Anlagestil durchhalten, kann das kurzfristige Auf und Ab an den Börsen jedoch nicht allzu viel anhaben: Denn wer die Aktien für sein Depot immer nach dem gleichen Muster auswählt und von diesem überzeugt ist, macht sich unabhängig von kurzfristigen Marktstimmungen.

In der Anleger-Akademie stellt das Handelsblatt in vier Folgen die wichtigsten Anlagestile vor, damit Investoren sich für das eigene Depot orientieren können. Eines vorab: Einen Königsweg unter den verschiedenen Anlagestilen gibt es nicht. Ob Fondsmanager und Vermögensverwalter auf spekulative Wachstumsaktien setzen, konservativere Substanzwerte bevorzugen, dem Trend folgen oder mit Hilfe entsprechender Computermodelle ihr Portfolio zusammenstellen, ist Ansichtssache.

Mutige und wachsame Anleger, die schnelle Ergebnisse sehen wollen, entscheiden sich meist für den Growth-Stil. Dabei investieren sie in so genannte Wachstumswerte – „Growth“, das Wachstum –, deren Umsätze und Gewinne nach Meinung dieser Anleger in Zukunft überdurchschnittlich zulegen werden. Ob das Unternehmen aktuell überhaupt schon Gewinne macht, ist für viele Growth-Investoren zweitrangig. Sie greifen mitunter auch dann zu, wenn eine Aktie gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als hoch bewertet und damit als teuer gilt. Der Grund: Sie glauben, dass sich das erwartete Wachstum in weiter steigenden Kursen niederschlagen wird. Wenn die Ergebniszahlen der Unternehmen die Erwartungen dann jedoch nicht erfüllen, erleiden die Anleger Kursverluste.

Als typisches Beispiel für eine Growth-Aktie gilt Apple. Die Aktie des amerikanischen Computerkonzerns war immer hoch bewertet, doch wurde hinter seiner unangefochtenen Marktführerschaft im MP3-Playergeschäft ein gigantisches Wachstumspotenzial vermutet. Die Investoren haben Recht behalten, das erwartete Wachstum ist eingetreten und der Kurs hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf heute 88 Dollar mehr als verdoppelt (Chart). In Growth-Aktien steckt einerseits also viel Risiko, andererseits aber auch die Aussicht auf hohe Kursgewinne.

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