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Anleger investieren wieder Irland mausert sich zum Hoffnungsträger

Investoren fühlen sich in Irland wohl und kaufen wieder vermehrt Staatstitel. Nun wächst die Hoffnung auf der Insel, dass sich Dublin bis 2013 über neue Anleihen selbst refinanzieren kann.
Steilküste in Irland: Anleger fühlen sich auf der Insel wieder wohl. Quelle: gms

Steilküste in Irland: Anleger fühlen sich auf der Insel wieder wohl.

(Foto: gms)

Frankfurt/LondonDas kleine Irland mausert sich an den Anleihemärkten zum heimlichen Star. Seit Mitte Juli sind die Kurse irischer Bonds so kräftig gestiegen wie die keines anderen europäischen Landes. "Die Investoren sehen Irland als die positive Ausnahme unter den Krisenländern in der Euro-Zone", meinen die Analysten des Dubliner Brokers Glas Securities. Sie führen die Erholung der vergangenen Wochen darauf zurück, dass die Anleger Irland eine Chance einräumen, genug Wachstum zu generieren, um aus eigener Kraft einen Weg aus der Schuldenkrise zu finden. Ein Ziel, das nach Meinung des Brokers nicht unerreichbar ist, aber sehr ehrgeizig.

Der neue Run auf die irischen Bonds ist gut für die im Frühjahr neu gewählte Regierung unter Premierminister Enda Kenny. Denn dank der Kurssteigerungen sind die Renditen für zehnjährige Anleihen in den vergangenen sechs Wochen von 14 auf gut acht Prozent abgesackt. Die für zweijährige Bonds fielen sogar von mehr als 22 auf sieben Prozent. Das schürt die Hoffnung, dass sich Irland in absehbarer Zeit wieder eigenständig über Anleihen finanzieren kann.

"Irland ist auf dem richtigen Weg und könnte möglicherweise schon im kommenden Jahr an den Anleihemarkt zurückkehren", meint Alessandro Giansanti, Zinsstratege bei der niederländischen Großbank ING. Laut Johannes Rudolph, Anleiheanalyst bei HSBC Trinkaus, könnte Irland wieder eigene Anleihen vorbereiten, wenn die Renditen auf gut sechs Prozent sinken. Das sieht auch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) so. Sie geht davon aus, dass dies in zwei Jahren der Fall ist - wenn die Regierung es schafft, ihre ehrgeizigen Sparziele weiter einzuhalten, und die irische Wirtschaft weiter wächst.

Die letzte Anleihe hat die Regierung in Dublin im vergangenen September begeben. Damals zahlte sie Investoren eine Rendite von etwas über sechs Prozent für eine Restlaufzeit von acht Jahren. Kurze Zeit später gab es neue Sorgen um Irlands Banken, und Irland schlüpfte unter den Rettungsschirm. Insgesamt 85 Milliarden Euro gewähren EU und der Internationale Währungsfonds Irland - bis Ende Juni hatte die Regierung davon 23 Milliarden Euro abgerufen.

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