Anleihe Kleinanleger zocken wieder mit Griechenland

Die Großinvestoren haben sich eingedeckt. Jetzt sind die Kleinanleger dran. Seit dieser Woche können sie die neuen Griechenland-Anleihen handeln – und das tun sie offenbar ganz eifrig. Experten warnen.
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Griechenland ist nach vier Jahren an den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Quelle: dpa

Griechenland ist nach vier Jahren an den Kapitalmarkt zurückgekehrt.

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DüsseldorfGriechenland ist zurück am Kapitalmarkt – erstmals seit vier Jahren hat das Land am vergangenen Donnerstag eine fünfjährige Anleihe ausgegeben. Insgesamt drei Milliarden Euro haben die Griechen bei Anlegern eingesammelt. Das neue Papier konnte nur von Großinvestoren gezeichnet werden. Ein Drittel der Anleihekäufer sollen Hedgefonds gewesen sein. Doch seit dieser Woche dürfen auch die Kleinanleger mitmischen – und das tun sie offenbar eifrig.

Die griechische Staatsanleihe (WKN A1ZGWQ) ist seit Montag unter anderem an der Börse Stuttgart handelbar. Jeder Anleger kann die Anleihe hier ab einem Einsatz von mindestens 1000 Euro kaufen. Am ersten Handelstag führte die Börse immerhin 51 Orders mit einem Volumen von rund 3,7 Millionen Euro aus. Am Dienstag lag das Handelsvolumen bis 14 Uhr bei 2,1 Millionen Euro. Im Vergleich zu dem, was die Profis untereinander handeln, fällt Volumen zwar verschwindend gering aus. Dennoch wird deutlich: Auch Kleinanleger wollen wieder zocken. Die Anleger störte nicht mal, dass der Kurs seit Ausgabe von 100 auf 99,1 gefallen ist. Umgekehrt ist die Rendite von 4,75 Prozent auf 4,95 Prozent gestiegen.

„Diese Handelsaktivitäten zeigen, dass auch Privatanleger und Vermögensverwalter an der neuen Griechenlandanleihe interessiert sind“, sagt Michael Görgens, Leiter des Fonds- und Anleihenhandels an der Börse Stuttgart. Dabei sei der Risikoaufschlag deutlich unter den Erwartungen geblieben: „Die neue Anleihe ist bei weitem nicht so hoch verzinst, wie es das Marktniveau hätte erwarten lassen“, sagt Görgens.

Experten warnen vor zu großem Optimismus: Zwar sei die erfolgreiche Anleiheemission Griechenlands „ein positives Zeichen, da es zeigt, dass an den Märkten Vertrauen in die Reformfähigkeit Griechenlands zurückkehrt“, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Aber Griechenland bleibe trotz beträchtlicher Fortschritte ein hoch verschuldetes Land, „das noch viele Hürden bis zur Bewältigung der Krise überwinden muss“, betonte Heise.

Staatsanleihe kommt Griechenland teuer
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3 Kommentare zu "Anleihe: Kleinanleger zocken wieder mit Griechenland"

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  • Und wodurch zeichnen sich Schafe aus? Durch unfaßbare Dummheit bis hin zur Lebensuntüchtigkeit.

    Btw., den Vergleich von Wölfen mit gierigen Zockern nehme ich Ihnen übel! :-)
    Wölfe sind sehr soziale Tiere und wären die Menschen Wölfe, wäre die Welt ein besserer Ort. Nichts könnte falscher sein als der dumme Spruch Homo homini lupus. Richtig wäre "Homo homini homo.": Der Mensch ist dem Menschen ein Mensch, denn nur unserer Art ist Habgier bis zur potentiellen Selbstvernichtung eigen!

  • Griechenland macht das, was es am besten kann: SCHULDEN!!!

    Kann man den Griechenland-Wölfen deswegen einen Vorwurf machen? Ich fürchte nein. - Den Vorwurf muss man den Schafen der EU-Verantwortlichen machen, die all diese Machenschaften zulassen und überhaupt erst möglich machen. Und die fettesten Schafe grasen in Deutschland.

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.
    (Albert Einstein)

  • Wieso kommt das Anleihenprogramm Griechenland teuer zu stehen????!
    Wenn, dann kommt es doch dem deutschen Steuerzahler teuer zu stehen! Griechenland ist ein EURO-PLEITE-LAND und damit steht der Bürger "Deutscher Steuer-Schäuble Zahler" in der Zahlungspflicht.
    Griechenland kann sich doch, dank Schäuble, Draghi, EZB, ESM und anderen Bankstern und Volksausbeutern bequem zurück lehnen. Im Fall der Fälle springt doch die Draghi-EZB und der dumme deutsche Steuerzahler ein.

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