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Anleihen Ölpreisrutsch macht US-Hochzinsbonds madig

Lange waren Ramschanleihen gefragt. Doch der drastische Ölpreisverfall macht Investoren nun einen Strich durch die Rechnung. Die schlechte Stimmung könnte auch auf den europäischen Hochzinsmarkt überschwappen.
Wegen des drastischen Ölpreisverfalls stehen amerikanische Hochzinsanleihen vor einem schwierigen Jahr. Quelle: dpa
Ölpreisverfall

Wegen des drastischen Ölpreisverfalls stehen amerikanische Hochzinsanleihen vor einem schwierigen Jahr.

(Foto: dpa)

FrankfurtAuf der verzweifelten Suche nach Rendite schreckten viele Anleger in den vergangenen Jahren auch vor Ramschanleihen nicht zurück. Papiere von Unternehmen, die aufgrund einer schlechteren Kreditwürdigkeit höher verzinst sind, gingen weg wie warme Semmeln.

Doch der Risikoappetit vieler Investoren hat einen Dämpfer erhalten - allen voran in den USA, wo der drastische Ölpreisverfall den Unternehmen im Energiesektor arg zu schaffen macht. Da gerade viele US-Öl- und Gasfirmen am so genannten High-Yield-Markt ihre Bonds im Umlauf haben, richten sich Kreditanalysten auf steigende Ausfallraten ein.

"Amerikanische Hochzinsanleihen stehen vor einem schwierigen Jahr", prognostiziert Tobias Mock von der Ratingagentur S&P. "Und die Entwicklungen dürften auch den europäischen High-Yield-Markt nicht unberührt lassen."

Allerdings sollten die Bondausfälle hierzulande eher in Grenzen halten. "Unternehmen in Europa sind nicht exzessiv verschuldet, sie verdienen weiterhin Geld und haben ihre Fälligkeiten gut im Griff", konstatiert Steven Logan, Leiter Europäische Hochzinsanleihen bei Aberdeen Asset Management.

Hinzu kommt laut LBBW-Stratege Michael Köhler, dass es in Europa deutlich weniger Unternehmen gibt, die in der Öl- und Gasbranche ihre Geschäfte machen. S&P prognostiziert für europäische Hochzinspapiere 2016 einen Anstieg der Ausfallrate auf 2,4 Prozent nach 1,5 Prozent Ende vergangenen Jahres. Bei US-Papieren dürfte sie demnach bei 3,3 Prozent liegen nach zuvor 2,5 Prozent.

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