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Anleihen Portugal bleibt im Visier der Anleger

Das Misstrauen der Anleger gegen Portugal nimmt weiter zu: Sie verlangen an den Anleihemärkten immer höhere Risikoprämien. Die Renditen stiegen am Dienstag auf ein Rekordhoch.
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Eine portugiesische Ein-Euro-Münze. Quelle: dpa

Eine portugiesische Ein-Euro-Münze.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Misstrauen der Anleger gegen Portugal nimmt weiter zu. So werden an den Renten- und CDS-Märkten immer höhere Risikoprämien verlangt. Die Renditen der zweijährigen portugiesischen Staatsanleihen stiegen am Dienstag auf ein Rekordhoch von 21,61 Prozent. Schon am Vortag waren die Renditen der zehnjährigen Papiere dramatisch nach oben gegangen. Am Dienstag entspannte sich in diesem Segment die Lage aber etwas. Die Renditen notierten am Vormittag mit 17,107 Prozent leicht unter dem Vortagesschluss von 17,394 Prozent. Viele Börsianer fürchten, dass Portugal anders als geplant im nächsten Jahr keine neuen Anleihen an den Kapitalmärkten begeben kann.

Die wachsenden Zweifel der Anleger an der Zahlungsfähigkeit Portugals lassen sich auch am CDS-Markt ablesen. Zum Abschluss einer Zahlungsausfall-Versicherung für zehn Millionen Euro portugiesischer Schulden verlangten Anbieter eine Rekord-Vorauszahlung von 4,2 Millionen Euro. Derartige Auftakt-Zahlungen werden üblicherweise nur bei CDS für Verbindlichkeiten von Staaten verlangt, die als am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehend betrachtet werden.

Derweil gaben die Renditen italienischer Anleihen am Dienstag nach. Händler machten dafür unter anderem den reibungslosen Verlauf einer Auktion am Vortag verantwortlich, als die Regierung in Rom 7,5 Milliarden Euro aufgenommen hatte. Im Gegenzug gab der Bund-Future einen Teil seiner Vortagesgewinne ab und rutschte um 43 Ticks auf 139,24 Punkte.

  • rtr
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