Anleihen und Börsencrash Die neue alte Fluchtburg

Die pessimistische Stimmung an den Aktienmärkten treibt Anleger erneut in als sicher geltende deutsche und amerikanische Staatsanleihen. Doch deren Potenzial ist begrenzt – die Rendite reizt kaum noch.
Update: 09.02.2016 - 13:12 Uhr 11 Kommentare
Bundesanleihen gelten in Krisenzeiten als sichere Anlage. Quelle: Imago
Feste Mauern, feste Anlage

Bundesanleihen gelten in Krisenzeiten als sichere Anlage.

(Foto: Imago)

FrankfurtDer Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Getreu diesem Motto kaufen Anleger wieder wie verrückt Bundes- und US-Staatspapiere. Eine Mini- oder gar Minus-Rendite ist vielen Investoren offensichtlich lieber als ein unkalkulierbarer Verlust bei Aktien. „Die momentane Risikoaversion stützt vor allem die Nachfrage nach vergleichsweise sicheren Anlageklassen“, meint Hendrik Lodde, Analyst bei der DZ Bank. Und zu diesen relativ sicheren Anlageklassen gehören vor allem Bundes- und US-Staatsanleihen.

Alle anderen Anleihearten – egal ob aus den südeuropäischen Euro-Ländern, von Unternehmen oder Banken sind dagegen in der Anlegergunst gesunken. Entsprechend steigen ihre Risikoprämien im Vergleich zu Bundes- oder US-Staatsanleihen. Dabei gilt: Je schlechter die Bonität, desto höher die Risikoprämien.

Die Kurse von Bundesanleihen und den Treasuries genannten US-Staatspapieren steigen dagegen deutlich. Im Gegenzug sinken ihre Renditen. In Deutschland liegt dabei die Rendite von Staatsanleihen für Laufzeiten von bis zu gut acht Jahren im Minus. Das heißt: Wer heute eine zweijährige Bundesanleihe kauft und bis zur Fälligkeit hält, macht damit einen Verlust von minus einem halben Prozent.

Damit hat die Rendite erneut ein historisches Tief erreicht. Dabei ist der Kurs des Papiers auf knapp 101 Prozent geklettert und liegt über dem Rückzahlungskurs von 100 Prozent. Der Kupon oder Zinsschein des Papiers liegt seit der neuesten Auflegung in der vergangenen Woche wieder bei null Prozent – so erklärt sich die Negativ-Rendite für Investoren.

Bei der in acht Jahren fälligen Bundesanleihe ist die Rendite auf minus 0,05 Prozent abgesackt. Bei der zehnjährigen liegt sie bei nur noch etwas über 0,2 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit März vergangenen Jahres. „Die Flucht in die Qualität intensiviert sich“, beobachten die Strategen der französischen Großbank BNP Paribas. Sie gehen davon aus, dass die zehnjährige Bund-Rendite noch weiter fallen wird. Das Kurspotenzial ist dennoch begrenzt. Selbst wenn die Rendite auf null Prozent fallen würde entspräche das einem Kursanstieg von lediglich gut zwei Prozent. Damit rechnet bislang zwar kaum ein Stratege, doch die Marke ist seit Mitte April vergangenen Jahres fast erreicht.

Renditen von US-Anleihen sinken ebenfalls
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11 Kommentare zu "Anleihen und Börsencrash: Die neue alte Fluchtburg"

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  • Schon wieder der falsche Spiegel.

  • (...)

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Den Rest hätten Sie auch löschen sollen, liebe Netiquette.

    Das ist ja nicht zu lesen:

    "iwi"..."Bereichetung"

  • Der hartmut hat aber viele Punkte auf seiner Tastatur gefunden!

    Aber was ist der " vinale Blitschlag" ?

  • (...)

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Tja Hartmut,
    du hast bestimmt damals,2008 , auch abgewartet,,statt die Chancen zu sehen.
    Als es dann von der 3.500 bis zur 5.000 ging durfte das nicht sein....aber bei der 6.000 kommt der Crash....bei der 7.000 ganz bestimmt...
    was ein Aufschrei als es dann von der 8.000 noch mal 2.000 Punkte nach unten ging,also völlig normal nach dem Anstieg, und dann, immer wider mit 1.000 bis 1500 Punkten Abschlägen ,aber doch über die 12.000 ging.
    Gelle Hartmut, da kann man sich doch jeden Tag selbst einreden alles ist zu hoch und es muß runter kommen.
    Aber die Chancen werden nicht gesehen.

  • Wer wie ich seit über 50 Jahren in internationale Prämiumaktien investiert ist, der kann über soöche Meldungen nur müde lächeln.
    Amerikanische Staatsanleihen....Phui Deibel.
    Jetzt in kleinen Beträgen die Schwäche nutzen und nachkaufen.
    Denn die Aktie ist alternativlos.
    Immer an das Jahr 2008 denken,wie weit es runter ging, was habe ich da schön nach unten nachgekauft,bis im Dax bei 3.500, und dann der schöne Move über die 12.000.
    Aber natürlich gibt es auch jetzt wieder die Unken, die die Chancen nicht sehen, und sind dann wieder nicht dabei.

  • .......und so haben wir ihn nun....den Crash auf Raten......und vielleicht kommt noch der vinale Blitschlag in den nächsten Tagen hinzu......denn es gibt nicht einen einzigen Zweifel, daß etwas anderes passieren soll.....nach oben oder zur Seite.....
    und so sollte Otto und Erna....als bescheidene Anleger eine Information erhalten, daß sie jetzt nicht investieren sollten, sondern abzuwarten haben, bis der Boden gefunden wurde....denn Vertrauen ist manchmal wichtiger als Bares auf der Hand.....denn nicht nur das Öl, das auch, aber auch die Finanzen in den einzelnen Staaten wie China, den USA.....deuten seit Langem darauf hin, daß eine große Korrektur im Focus stand und steht........

  • Wer Bundesanleihen kauft, setzt auf den Euro-Tod und damit auf die neue DM, die sofort 20%
    aufwerten dürfte. Das neue Geld sollte etwas schwächer als der Franken sein, ein schöner
    Reibach von locker 50% in den ersten Monaten.

  • hihi Frau Merkel, iwi stimmt was nicht mit der Bereichetung. Denn der DAX kollabiert ja total. Oder sollte der DAX etwa die Stimmung der deutschen Wirtschaft so abbilden, wie sie WIRKLICH ist?

    (...)

     
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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