Anleihenbericht Mehrere Staaten zapfen den Kapitalmarkt an

Das weiter zunehmende Angebot an Staatspapieren hat am Donnerstag die Anleiherenditen im Euro-Raum und den USA erhöht. Die zehnjährigen US-Renditen kletterten kurzfristig sogar über die Marke von vier Prozent.

HB FRANKFURT. Die USA hatten am Donnerstag und Mittwoch insgesamt 30 Mrd. Dollar über ein zehnjähriges und dreißigjähriges Papier eingesammelt. Im Euro-Raum begab Deutschland am Mittwoch eine zehnjährige inflationsgeschützte Anleihe und ein fünfjähriges Papier im Gesamtvolumen von neun Mrd. Euro. Auch Italien, Portugal und Großbritannien zapften in den zwei Tagen den Kapitalmarkt an.

Zudem besteht die Gefahr, dass Investoren ihre Bestände an US-Staatsanleihen reduzieren. Russland erwägt, einen Teil seiner Reserven von Treasuries in Anleihen des Internationalen Währungsfonds umzuschichten. Auch China und Brasilien denken über Käufe von IWF-Bonds nach.

Am Nachmittag gaben die zehnjährigen US-Bonds ihre Renditegewinne jedoch wieder ab, sie rentierten bei 3,93 Prozent zwei Basispunkte niedriger. Nachdem die Rendite auf vier Prozent geklettert war, lockte dies einige Investoren wieder an, die die Marke als gutes Einstiegsniveau ansahen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zog auf 3,70 Prozent an. Bei 117,76 Prozent notierte der Bund-Future 44 Basispunkte niedriger.

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