Der Einbruch an den Anleihemärkten fordert ein prominentes Opfer: Bill Gross. Der berühmte Investor, genannt „Bondkönig“, hat die Rechnung ohne die Fed gemacht. Er verliert Milliarden. Droht ihm jetzt der Untergang?

Kommentare

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  • Es ist auch Blödsinn. Die Umlaufrendite ist in der letzten Woche dynamisch noch oben ausgebrochen und hat damit bei den Langläufern die Zinswende eingeläutet. Die Renditen werden steigen und die Notenbanker sind mittlerweile machtlos. Draghi kann erzählen, was er will. Der Anleihemarkt wird dem Zinsmanipulator in die Knie zwingen. Was will der arme Fritze denn machen. Negative Zinsen auf Spareinlagen? Dann gibt es einen Bank-Run. Will er auch noch alle Langläufer in die EZB Bilanz aufnehmen? Dazu ist der Anleihemarkt einfach zu gross. Wie man es dreht und wendet. Die EZB und auch die FED kommen aus diesem selbstverschuldeten verfahrenen Situation nicht mehr raus. Das wird für uns alle sehr bitter enden. Man sollte einen Teil seines Geldes in Form von Edelmetallen in Sicherheit bringen, solange es noch geht.

  • Erst lese ich mir den ganzen Müll durch.
    Sehr anstrengend.
    Dann bastelt sich der kleine Handwerker seine Meinung.
    Dann tue ich immer das, was ich persönlich für richtig halte.
    Klappt meistens, ab und zu gibt's was auf die Nase.
    Da bleib'n wir dabei ;-)

  • Machen wir uns nichts vor: Die von ihm und PIMCO verwalteten Fonds (primär Pensionsfonds) sind doch schon längst geplündert und leer. Es werden nur noch ungedeckte Fiktivwerte hin und her geschoben.

  • Soll jemand heute für rd. 4% effektiv z.B. darauf setzen, daß HeidelbergCement in 7 Jahren (!!!) zu 100% zurückzahlt? Wir reden hier von einem typischen DAX highyield Bond (z.B. a1c90n), dem man noch etwas mehr vertrauen kann als dem typischen Mittelstandsmurks von Hemd und Bier.

    Noch besser sind Bundesanleihen. Wer die in den letzten Monaten gekauft hat, hat keinen blassen Schimmer von Finanzen. Wenn dort der Kurs auch nur etwas zurückgeht und man nicht bis Laufzeitende warten kann, hat man voll geloost. Wer bis Laufzeitende wartet, hat 1,x %. Beidesmal ist es superdumm gelaufen.

    Beide Extreme zeigen, daß man aktuell (noch) besser aus Bonds bleiben sollte.

    Nur Hr. Gross weiß das alles soviel besser.

  • ... und in Short Bund ETFs darf er wohl nicht anlegen.

  • Was soll er auch sonst tun, wenn von seinen Fonds die meisten auf Jahressicht unter Wasser sind:

    http://de.pimco.com/DE/Funds/Pages/Mutual-Funds.aspx

    Den Leuten sagen, daß sie nach Hause gehen und bessere Zeiten abwarten sollen? Vor 2 Monaten haben die Leute noch begeistert die 30 jährige Apple-Anleihe mit 3,85% Zinsen gezeichnet, die dann in der Spitze 14 Prozentpunkte - mehr als die Zinsen von 3 Jahren - verloren hat. Was war Apple vor 30 Jahren - und was wird in 30 Jahren sein, was es der Firma dann hoffentlich ermöglicht, die Anleihe zurückzuzahlen? Vor 10 Jahren hätte doch auch niemand gedacht, daß Dell heute dort steht, wo es sich jetzt befindet. Schön war die Zeit, wo stets weiter sinkende Zinsen den Käufern langlaufender Anleihen satte Kursgewinne ermöglichte. Aber die Party ist wohl vorläufig vorbei. Immerhin: wer eine Anleihe bis zum Ende durchhält und wenn der Emittent zwischendrin nicht pleite geht erhält sein Geld zu 100% zurück...

  • Wer ist dann derjenige, der die Milliarden eingesteckt hat? Oder verteilt sich das Ganze schön breit?

  • Das ist totaler Quatsch. Gerade das HB war seit langem Plattform für Gross, um seine Meinung zu äußern. Spätestens seit Herst 2012 war seine Meinung auch glassklar: raus aus Bonds, die Anlageklasse wird verlieren.

    Schön, wenn man Marktmanipulation so genau studieren kann.

    Schöner, wenn der Manipulator selber der Dumme ist.

  • So ist es!

  • Sowas passiert halt, wenn man ein überholtes (das monetaristische) Theoriegebäude im Hinterkopf hat...

Mehr zu: Bill Gross - Bondkönig unter Wasser

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