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Bundesanleihen Deutscher Inflationsbond überzeichnet

Die erste deutsche Bundesanleihe mit Inflationsschutz stand im Blickpunkt der europäischen Bondmärkte. Die Banken schlossen am Dienstag Nachmittag die Auftragsbücher. In Bankkreisen war von Kaufaufträgen über insgesamt acht Mrd. Euro die Rede; 7,4 Mrd. Euro kamen von den Lead-Managern ABN Amro, Barclays Capital, BNP Paribas und Deutsche Bank, der Rest von den Co-Leads.

cü FRANKFURT. Damit war die Anleihe kräftig überzeichnet. Der Bond, dessen Verzinsung und Rückzahlung sich an der Inflationsrate im Euro-Raum ohne Tabakpreise richtet, hat ein Volumen von 5,5 Mrd. Euro, wovon die für das Schuldenmanagement des Bundes zuständige Finanzagentur 500 Mill. Euro zur Marktpflege einbehält. Kupon und Ausgabekurs werden am Mittwoch festgesetzt. Die Anleihe wird zwischen 0,04 und 0,06 Prozentpunkten mehr Rendite als der zehnjährige französische Inflationsbond bieten, wobei dieser eine kürzere Laufzeit hat.

Herkömmliche Bundesanleihen standen am Dienstag weiter unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg bis zum späten Abend auf 3,61 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future lag 0,30 Prozentpunkte im Minus bei 119,25 Prozent,nachdem er bis auf 119,13 Prozent gefallen war. Dirk Gojny, Leiter Research bei der HSH Nordbank, erklärte die Kursverluste mit dem Druck aus den USA. „Der Markt hat sich inzwischen auf zwei weitere Leitzinserhöhungen der US-Notenbank eingestellt, das hat auch Wirkungen auf den europäischen Markt.“ Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe lag am Dienstag wenig verändert bei 4,74 Prozent. Die Daten zu den Lohnstückkosten und der Produktivität in den USA weisen für Gojny auf steigenden Inflationsdruck hin.

Im Dollar-Bereich begab am Dienstag die KfW-Bankengruppe ihre zweite Anleihe in diesem Jahr aus dem Benchmark-Programm. Der zehnjährige Bond über eine Mrd. Dollar rentierte mit 5,146 Prozent.

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