Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Die Renditen von Bundesanleihen liegen wegen der Schuldenkrise so niedrig wie nie. Laut Experten könnte die Zinsen theoretisch sogar „Richtung Null“ fallen. Nachhaltig sei das Zinstief aber nicht. Heute

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Unter "Zeitbomben - Fällige Staatsanleihen" stehen die fälligen Schuldverschreibungen vom Januar - April 2012. Da diese Termine schon lange abgelaufen sind, sind sie m. E. hier völlig fehl am Platz (es handelt sich um F, I und S und nicht um D) und wenn, dann nur mit einer anderen Überschrift.
    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass die in die Artikel "eingebauten Informationen" nicht immer zum Artikel passen. Hier scheinen die Internetmacher die "grobmaschigen Strickmuster" zu bevorzugen.

  • Hintergrund der Entwicklung ist die massive Kapitalflucht, nicht nur aus den Südländern sondern auch aus Frankreich und Italien. Die BRD hat damit sozusagen Schweitzer Verhältnisse. Was am Bondmarkt eingepreist ist, nennt man schlichtweg Währungsreform. Lieber nimmt man in € negative Realzinsen in Kauf statt bei einer Währungsreform rasiert zu werden. Der Währungsschnitt muss kommen, weil die Kapitalflucht die Politik dazu zwingen wird. Das größte Problem dabei ist noch gar nicht im Focus: Ich habe des öfteren bereits eine Kapitalflucht aus ganz Europa prognostiziert, wobei diese Abläufe mit dem veränderten Devisenkurs in Einklang stehen. In diesem sich abzeichnenden Chaos ist demnächst auch Deutschland dran. Der Euro wird auf 1,20 fallen und damit auch die Rohstoffpreise. Nach einem Bankenrun in Griechenland wird das Gleiche wohl in Portugal und Spanien passieren. Das gleicht einem Zusammenbruch des Zahlungsverkehrs und der privaten Ersparnis, wenn sämtliche Guthaben "storniert" werden.
    Nach einer kräftigen Aufwertung des DM-Raumes werden die Zinsen ein normales Niveau annehmen, weil dann der Aufwertungdruck ausgepreist ist. Die Aufwerungserwartungen des Marktes liegen wohl bei rund 15-20%. Eingepreiste Erwartungen, wie z.B. auch Inflationserwartungen zu ignorieren wird von den Märkten gnadenlos abgestraft, das lehren die Erfahrungen der Vergangenheit. Es gibt kein Primat der Politik über die Wirtschaft. Punktum. Alle Geschehnisse, die aus dem Ruder laufen können nicht mehr eingefangen werden, dafür hat die Politik einfach längst das ganze Vertrauen verspielt.

  • Kurz: Bundesanleihen sind zu einer bedingten Ersatzwährung (D-Mark neu) mutiert. Dies unterstellt, kann der Zins in der Tat bis auf null (kurze Laufzeit) fallen, da es für Cashhaltung bekanntlich keine Zinsen gibt. Politiker verschließen einfach die Augen vor wirtschaftlichen Entwicklungen bzw. verstehen sie schlicht nicht.

  • Warum refinanziert Herr Schäuble nicht den Großteil der Schulden langfristig zu diesen Zinsen?

    Ja, die Renditen werden wieder steigen. Und ja, Anleger muß Diversifikation d.h. unterschiedliche Laufzeiten angeboten werden.

    Aber mich wundert, warum die Finanzagentur diese Chance der niedrigen Zinsen auf 10 Jahre nicht großvolumiger nutzt.

    Ende letztes Jahres konnte man sehen, wie schnell die Niedrigzinsphase vorbei ist, wenn das Gespenst "Eurobonds" wieder Einzug hält.

  • Man würde bei Ihrem empfohlenen Weg ja die Verschuldungsquote (Maastricht 3%) wieder nach oben treiben. Da der Staat nicht wie ein Kaufmann bilanziert, werden leider auch keine Netto-Positionen (z.B. Netto-Finanzpositionen) ausgewiesen. Das volkswirtschaftliche Rechenwerk taugt einfach nichts und führt zu Fehlentscheidungen bzw. Fehlananlysen. So wie Sie es empfehlen, kann sich unter diesen Umständen nur eine Privatperson bzw. ein Unternehmen, das nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben Rechnung legt, verhalten. Der Staat erstellt für sich keine Bilanz. Hier wird Finanzpolitik nach mittelalterlicher (volkswirtschaftliche) Kameralistik betrieben.

  • Merkwürdig ist, daß nur "Volkswirte" von Banken gefragt werden. Die erzählen nur Dinge, die im Interesse ihrer Arbeitgeber liegen. Wer darauf einen Pfifferling gibt, ist selbst schuld!

    Wirtschaftlich unabhängige Ökonomen äußern sich zum Euro ganz anders. Da gibt es keinen, der an die Zukunft des Euros glaubt. Da geht's nur um die Kosten beim Auseinanderbrechen - ob mit oder ohne deutschen(!) Staatsbankrott. Allerdings gibt es hier auch mittlerweile Konvergenz: Es läuft auf den deutschen Staatsbankrott hinaus. Nur die Dummen können es sich nicht vorstellen. Die trommeln weiter ForzaEuro - so ist es eben wenn man analytisch eher schwach ist und ideologiegebeutelt geradezu eingeschränkt.

  • Das Schlimme ist, dass unsere Masenmedien diesen Unsinn ungeprüft weiter verbreiten. Wenn Bankangestellte solche Aussagen tätigen, ist das genauso, als wenn Zigarettenhersteller vermelden "Rauchen ist gesund".
    Die Medien haben den Auftrag aufzuklären, aber sie machen sich zum Sprachrohr der Finanzindustrie.

Mehr zu: Deutsche Staatsanleihen - Ausnahmezustand mit Verfallsdatum

Serviceangebote