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Europäische Firmen nutzen eine Angebotsvariante bei Anleihen Privatplatzierungen werden beliebter

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Als großes Plus der Privatplatzierungen für Unternehmen gilt, dass sie sich – auch bei Erstemissionen – weniger aufwendig als am Markt für öffentlich ausgeschriebene Anleihen Kapital beschaffen können. So sind keine Ratings von den anerkannten Agenturen nötig, die umfangreiche Anleihe-Dokumentation entfällt, und die Firmen müssen nicht öffentlich über bestimmte Kennziffern berichten. „Die Unternehmen können die Investoren selbst von ihrer Geschichte überzeugen“, sagt Monk. Das funktioniere gut, viele Deals in diesem Jahr seien mehrfach überzeichnet gewesen. Dabei lässt sich ein Deal meist in zehn Wochen abwickeln.

Die durchschnittliche Größe der einzelnen Transaktionen ist laut Johnson in diesem Jahr auf 231 Mill. von 193 Mill. Dollar im Vorjahr gestiegen. Inzwischen sind auch Volumina von 1 Mrd. Dollar gut unterzubringen. Außerdem können sich Unternehmen mit Laufzeiten von meist zehn oder mehr Jahren langfristig Kapital sichern. Bei öffentlich platzierten Anleihen liegt die durchschnittliche Laufzeit derzeit nur bei fünf bis sieben Jahren. In der Regel ist die Aufnahme von Geld über Privatplatzierungen für Unternehmen außerdem nicht teurer als über öffentlich angebotene Anleihen.

Investoren kaufen privat platzierte Bonds, weil diese als recht sicher gelten. Sie werden zwar nicht gehandelt, doch dafür sind sie meist mit Anlegerschutzklauseln (Covenants) ausgestattet – ein Instrument, um das Fondsmanager bei öffentlich angebotenen Anleihen derzeit verstärkt kämpfen. Bei privat platzierten Anleihen ändern sich die Konditionen, wenn sich die Finanzkennzahlen des Unternehmens drastisch verschlechtern.

„Zudem halten die Firmen mit den Käufern ihrer privat platzierten Anleihen Kontakt. Von daher sind die Bonds syndizierten Krediten, bei denen es auch enge Kontakte zwischen Schuldner und Gläubiger gibt, ähnlich“, erläutert Monk. Für die Banken, die Privatplatzierungen begleiten, sind ebenfalls enge Kontakte zu den Investoren wichtig. Die Bonds werden von daher auch nicht von einer großen Sales-Mannschaft, sondern nur von Spezialisten aus den Private-Placement-Abteilungen der Banken betreut. Bei der RBS umfasst dieser Bereich 15 Mitarbeiter in London und New York, bei Bank of America Securities rund 40 in London, New York und San Francisco.

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