Fitch-Experte Euro-Zone hat das Gröbste hinter sich

Die Rufe nach einem Kollaps der Währungsunion scheinen verhallt: Auch ein Experte der Ratingagentur Fitch hält den schlimmsten Teil der Euro-Krise für überstanden. Bis zum Ende der Krise sieht er aber noch viel Zeit.
17 Kommentare
Ein Fitch-Experte meint, die Euroländer haben das Schlimmste hinter sich. Quelle: dpa

Ein Fitch-Experte meint, die Euroländer haben das Schlimmste hinter sich.

(Foto: dpa)

LondonÄhnlich wie viele europäische Spitzenpolitiker hält auch die Ratingagentur Fitch den schlimmsten Teil der Euro-Krise für überstanden. Mit dem Austritt eines Mitgliedslandes aus der Währungszone sei wohl ebenfalls nicht mehr zu rechnen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Agentur am Dienstag vor Finanzexperten auf einer Konferenz in London.

In den Augen von Douglas Renwick, dem Leiter der für die europäische Staatsschuldenkrise zuständigen Abteilung bei Fitch, haben sich die 17 Euro-Staaten in den vergangenen drei Jahren recht erfolgreich durch die Krise gekämpft und einen Kollaps der Währungsunion damit "sehr unwahrscheinlich" gemacht.

Dies ändere freilich nichts an der Tatsache, dass noch viel zu tun bleibe: Vermutlich werde es noch bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, die Konstruktionsfehler der Eurozone endgültig auszumerzen, sagte Renwick.

Neben Renwicks Kommentaren deuten auch die gesunkenen Risikoaufschläge auf Staatsanleihen von Euro-Sorgenkindern sowie der um ein Neun-Monats-Hoch herum notierende Euro auf Entspannung an den Märkten hin. In den vergangenen Wochen haben sich zudem mehrere Regierungschefs optimistisch geäußert, dass die Währungszone das Gröbste in der Krise bereits hinter sich gelassen haben dürfte.

  • dapd
Startseite

17 Kommentare zu "Fitch-Experte: Euro-Zone hat das Gröbste hinter sich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.



  • In der Tat! Die exportfixierte sogenannte neoliberale Angebotspolitik ist gescheitert!!!
    Der Monetarismus der Chikagoer Schule der Volkswirtschaft nach Milton Friedman hat global versagt! Die Freihandel-Theorie ist seit Abbe Galiani, Friedrich List, Emmanuel Todd und Linksparteimitglied Franz Groll lange widerlegt!!!


    Manfred Julius Müller für Zollgrenzen

    http://www.neo-liberalismus.de

    http://www.anti-globalisierung.de

    EIR - Bürgerbewegung Solidarität

    http://www.bueso.de

    Volksprotest - die wahren Zahlen abseits der neoliberalen Mainstream Medien

    http://www.volksprotest.de

    Lösungen siehe Forum...


    Vorbild Schweiz - direkte dezentrale Demokratie mit Plebisziten statt Brüsseler EU zentralismus und britisches Mehrheitswahlrecht!

    http://www.zeit-fragen.ch

    Kinderschutz

    http://www.aktion-kig.de/kampagne/buergerbewegung_l.html?gclid=CN-BgdT4jbUCFYJBzQod8FMAbQ

  • Das Verteilen von Beruhigungspillen hat System. Die gröbste Herausforderung steht dem Euro noch bevor, verursacht durch Italien und Frankreich. Im Vergleich dazu ist das griechische Problem von völlig untergeordneter Bedeutung. Nur werden wir im Euro-Raum keinen Politiker finden, der hierzu klar Stellung bezieht...

  • Das ist doch ganz einfach. Das Falschgeldsystem hat keinen inneren Wert. Der Wert der Währungen basiert ausschließlich auf Vertrauen. Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als zu versuchen das Vertrauen durch Schönreden zu stärken.

  • Hatte mich schon darauf gefreut, daß die Euro-Bombe platzt und den Politverbrechern um die Ohren fliegt. Jetzt muß ich eben noch eine Weile warten und der Champagner verdirbt nicht. Nach der Krise ist vor der Krise - oder war es in den letzten 3 Jahren anders?

  • In der Post-EU-Ära werden all die Machenschaften dieser Verbrecherorganisation ans Tageslicht kommen, wie das bisher immmer nach dem Erwachen aus politischen Träumen der Fall war. Wer weiß schon, was in den EU-Hinterzimmern alles abläuft? Wer die Fäden zieht? Null Transparenz den Bürgern gegenüber. Der plötzliche Wandel der Ratingagentur, die Verleihung des Nobelpreises, die nicht nachvollziehbare Zustimmung der Wähler beim zweiten Referendum zum Lissabon-Vertrag z.B. in Irland. Die Lawine wird gewaltig sein.

    nach wird man

  • hahahahahahaha....

    siehe auch: http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/warnung-von-fitch-spaniens-rating-wackelt-bedenklich/v_detail_tab_comments/7637380.html?ajaxelementid=%23hcf-add-comment-id&pageNumber=0

  • hahahahahahahahahahaha!

  • @azaziel

    Das sehe ich ebenso.

    Ferner interessiert mich, warum eine Ratingargentur wie Fitch einen so offensichtichen Blödsinn verzapft und schon wieder ein falsches Ranking erstellt.
    Vielleicht muß man es im Zusammenhang mit der um 3 Stufen verbesserten Bewertung von GR sehen.
    Realistisch ist in der Eurozone keine Verbesserung der Grundübel passiert.
    Vom HB würde ich mir eine kritischere Berichterstattung wünschen.
    Eine Euphorie ist derzeit völlig unangebracht, da auch nicht ansatzweise eine Lösung der Europrobleme erkennbar ist.

    Schönen Tag noch.

  • Damit ein ueberschuldetes Land gesunden kann, muessten Schulden und Zinslast sinken. Beim sogenannten Bailout erhaelt das Land aber zusaetzliche Kredite. Gleichzeitig muss sich aber auch das Geberland verschulden. Das Bailoutsystem verhaelt sich ungefaehr wie ein Schnellball, den man staendig herumschiebt und der dadurch immer groesser wird. Der Bailout verhindert die Gesundung!

    Das fortgesetzte Unterlaufen von Bailoutverbot und Staatsfinanzierung durch Zentralbanken schwaecht den Zusammenhalt in der Eurozone weiter. Ein “Fiskalpakt” ist zum Scheitern verurteilt, weil sich die meisten Laender nicht daran halten werden, sich gar nicht daran halten koennen. Es kommen also eher weitere “Konstruktionsfehler” in der Eurozone hinzu!

    Die Schuldenquote wird Ende 2012 in fast allen Laendern der Eurozone (und uebrigens auch in den USA, Japan, Grossbritannien und anderen Laendern) hoeher sein als Ende 2011. Diese Entwicklung wird sich den folgenden Jahren fortsetzen.

    Ich sehe uns weiter auf dem Weg in den Abgrund.

  • Reines Geschwätz! Das scheue Reh Kapital ist von Draghi zur Futterkrippe gelockt worden. Wenn der Stoff ausgeht, sucht es schnell wieder das Weite. Ende der Probleme, wenn die Staatsdefizite im Griff sind und die Wettbewersbsfähigkeit hergestellt ist mit sinkender Arbeitslosigkeit.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%