Gericht kippt Sparmaßnahmen Portugals Anleihen leiden unter Urteil

Einige der jüngsten portugiesischen Sparmaßnahmen sind hinfällig – ein Gericht hat sie gekippt. Das Land muss nun schnell die Haushalts-Löcher stopfen, sonst könnte das Vertrauen schwinden, wie die Anleihenmärkte zeigen.
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Er muss jetzt schnell neue Möglichkeiten für  Einsparungen finden: Pedro Passos Coelho, portugiesischer Premierminister. Quelle: AFP

Er muss jetzt schnell neue Möglichkeiten für Einsparungen finden: Pedro Passos Coelho, portugiesischer Premierminister.

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FrankfurtDie Furcht vor einer Verschlechterung der portugiesischen Haushaltsbilanz hat die Staatsanleihen des Landes am Dienstag schwächeln lassen. Die Kurse der richtungsweisenden zehnjährigen Titel gingen zurück, im Gegenzug stiegen die Renditen in der Spitze auf 4,054 Prozent nach 3,683 Prozent im Schlussgeschäft vom Montag. Gegen Mittag erholten sich die Kurse allerdings etwas.

Für Nervosität sorgte weiterhin das Verbot einiger Sparmaßnahmen der portugiesischen Regierung durch das Oberste Gericht vom Freitagabend. Mit dem Urteil ist ein entscheidender Teil des Sparprogramms gekippt worden, das die Regierung im Gegenzug für das Rettungspaket von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds verabschieden musste. Die wirtschaftliche Erholung hatte Portugal erlaubt, im Mai den Rettungsschirm wieder zu verlassen. Portugal werde einen Weg finden müssen, das aufgrund des Urteils entstehende Haushaltsloch so schnell wie möglich zu schließen, da sonst die Risikoaufschläge für die Bonds größer werden und die Bewertung der Bonität sich verschlechtern könnte, sagte ING-Stratege Alessandro Giansanti.

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