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Griechenland-Rating Es droht keine „Zahlungsunfähigkeit“

Die griechische Regierung hat momentan viele Sorgen, doch eine ist nun vom Tisch. Ratingagenturen werden das schuldengeplagte Land zumindest nicht als „zahlungsunfähig“ einstufen. Das ist extrem wichtig für die Griechen.
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Die von der Linkspartei Syriza geführte Regierung steht unter Druck, weil ihr ohne neue Kredite bald das Geld auszugehen droht. Quelle: ap
Alexis Tsipras

Die von der Linkspartei Syriza geführte Regierung steht unter Druck, weil ihr ohne neue Kredite bald das Geld auszugehen droht.

(Foto: ap)

London Griechenland muss nicht fürchten, von wichtigen Ratingagenturen als „zahlungsunfähig“ eingestuft zu werden. Selbst wenn das hoch verschuldete Land den Verpflichtungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von einer Milliarde Euro im Mai und an die Europäische Zentralbank (EZB) von fast sieben Milliarden Euro im Juli und August nicht nachkomme, stehe eine Klassifizierung als „default“ nicht an, hieß es bei Standard & Poor's (S&P), Fitch und DBRS. Griechenland schulde das Geld dem öffentlichen Sektor und somit gelten weder IWF noch EZB als Standardgläubiger. Für Griechenland ist das wichtig, um weiter an Notkredite für die heimischen Banken zu kommen.

Die EZB nimmt bonitätsschwache Hellas-Staatsanleihen nicht mehr als Pfand für Zentralbankliquidität an. Damit ist der direkte Kanal zu frischem Geld der EZB weitgehend verschlossen. Über Notkredite – im Fachjargon ELA genannt – können sich die Banken des Landes dennoch bei Bedarf Mittel über ihre Notenbank in Athen beschaffen. Sollte Griechenland von den Agenturen jedoch als zahlungsunfähig eingestuft werden, wäre auch dieser Weg versperrt.

Griechenland ringt seit Monaten mit der Euro-Zone und dem IWF um die Auflagen für dringend benötigte neue Hilfen. Es geht dabei um weitere 7,2 Milliarden Euro. Insgesamt wird das Land seit 2010 mit 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt.

  • rtr
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