Hoffnung auf schnelle Reformen Rendite italienischer Anleihen fällt auf 8-Jahres-Tief

Der designierte Ministerpräsident führt in Italien noch Koalitionsgespräche, schon zeigen die angekündigten Reformen Wirkung: Die Kurse der Staatsanleihen steigen. Doch die hohen Erwartungen könnten enttäuscht werden.
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Matteo Renzi hatte sich vergangene Woche in einem innerparteilichen Machtkampf gegen Enrico Letta durchgesetzt, der daraufhin als Ministerpräsident zurücktrat. Quelle: AFP

Matteo Renzi hatte sich vergangene Woche in einem innerparteilichen Machtkampf gegen Enrico Letta durchgesetzt, der daraufhin als Ministerpräsident zurücktrat.

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Frankfurt/MainDie Hoffnung auf einen beschleunigten Reformkurs hat Anleger am Mittwoch in italienische Staatsanleihen getrieben. Die Kurse der zehnjährigen Papiere stiegen, im Gegenzug fiel die Rendite auf ein neues Acht-Jahres-Tief. Sie lag zeitweise bei 3,552 Prozent, im Schlussgeschäft am Dienstag hatte die Rendite noch 3,567 Prozent betragen.

Anleger setzten darauf, dass der designierte Ministerpräsident Matteo Renzi mit einer Serie rascher Reformen die tiefe Wirtschaftskrise in Italien überwinden kann. Renzi hatte sich vergangene Woche in einem innerparteilichen Machtkampf gegen Enrico Letta durchgesetzt, der daraufhin als Ministerpräsident zurücktrat. Der 39-Jährige muss nun eine Regierungskoalition schmieden und ein neues Kabinett zusammenstellen.

„Die Erwartung an Renzi steigen Tag für Tag. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob Renzi den hohen Erwartungen gerecht werden kann oder demnächst Gewinnmitnahmen bei den Anleihen einsetzen“, sagte Commerzbank-Stratege Michael Leister.

  • rtr
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