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Hohe Bilanz-Risiken EZB hält sich bei Anleihenkäufen zurück

Die Europäische Zentralbank hat entgegen der Erwartungen vergangene Woche keine Staatsanleihen von Schuldenstaaten gekauft. Kritiker der Anleihenkäufe dürfte das freuen. Sie fürchten zu viele Risiken in der EZB-Bilanz.
20.02.2012 - 16:46 Uhr
EZB zeigt sich bei Staatsanleihenkäufen abstinent. Quelle: dpa

EZB zeigt sich bei Staatsanleihenkäufen abstinent.

(Foto: dpa)

Berlin Die EZB hat vorige Woche überraschend keine Staatsanleihen von Schuldenstaaten mehr gekauft. Dies teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mit und erwischte dabei Experten auf dem falschen Fuß, die mit einer halben Milliarde Euro gerechnet hatten. In der Woche zuvor waren es lediglich 59 Millionen Euro gewesen. Seit Anfang Mai 2010 hat die Euro-Notenbank Bonds von klammen Euro-Staaten wie Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland im Gesamtwert von 219,5 Milliarden Euro aufgekauft.

Die Käufe sind umstritten, da Kritiker die Grenze zwischen Geld- und Fiskalpolitik verwischt sehen. Sie fürchten zudem, dass die Zentralbank zu viele Risiken in ihre Bilanz nimmt. Die EZB begründet die Interventionen mit der Stabilisierung der Märkte, de facto drückt sie jedoch die Zinslast der Schuldenstaaten. EZB-Chef Mario Draghi hat jedoch stets betont, dass die Zentralbank das Programm nur vorübergehend betreiben wird. Sie hatte ihr Engagement in letzter Zeit bereits kräftig reduziert.

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