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Hohe Nachfrage Bundesanleihen weiter im Höhenflug

Die Kurse deutscher Anleihen sind gestiegen. Die als sicher geltenden Anleihen waren gefragt, nachdem sich das Exportwachstum in China abgeschwächt hatte. Der Euroraum wird sich wohl nur graduell erholen.
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Marktteilnehmer erhoffen sich Anreize vom Präsidenten der Federal Bank von St. Louis, James Bullard. Quelle: Reuters

Marktteilnehmer erhoffen sich Anreize vom Präsidenten der Federal Bank von St. Louis, James Bullard.

(Foto: Reuters)

Wien Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte niedriger bei 1,53 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 17 Basispunkte auf 143,56 Prozent.

Im Geldmarktbereich begab Deutschland unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills) im Volumen von vier Milliarden Euro, wobei die Zuteilung ohne Marktpflegequote 770 Mio. Euro umfasste. Die Durchschnittsrendite bei den sechsmonatigen Papieren lag bei 0,0231 Prozent.

Französische Staatsanleihen waren zum Wochenauftakt ebenfalls gesucht. Die zehnjährigen Anleihen des Landes rentierten zuletzt mit 2,10 Prozent zwei Basispunkte niedriger. Am Nachmittag kommt Frankreich mit Geldmarktpapiere mit 91, 168 und 349 Tagen Laufzeit an den Markt.

Die Kurse italienischer Bonds gaben gegen den breiten Trend am Anleihemarkt nach. Die Rendite der italienischen Papiere mit zehn Jahren Laufzeit stieg um zwei Basispunkte auf 4,21 Prozent. Die italienische Industrieproduktion war im April überraschend geschrumpft und bestätigte damit die Schwäche der Wirtschaft.

„Nach den Daten scheint es in Italien eine etwas negative Reaktion gegeben zu haben”, sagte Gianluca Ziglio, Executive Director im Bereich Fixed-Income Research von Sunrise Brokers LLP in London. „Die Daten waren tatsächlich ziemlich schlecht, und das übt Druck auf die Anleihen aus.”

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse etwas gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag zuletzt einen Basispunkt niedriger bei 2,16 Prozent. Der 30-jährige Longbond rentierte zwei Basispunkte tiefer mit 3,32 Prozent.

Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA von der anstehenden Rede des Präsidenten der Federal Bank von St. Louis, James Bullard. Im vergangenen Monat hatte sich Bullard angesichts der sich abschwächenden Inflation dafür ausgesprochen, dass die US- Notenbank ihre Anleihekäufe im aktuellen Umfang beibehält.

  • Bloomberg
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