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Lebensqualität und Umweltschonung erhöhen die Bonität Nordeuropäische Staatsanleihen führen Nachhaltigkeitsrating an

Länder mit umwelt- und sozialverträgliche Gesellschaftsstrukturen vermeiden längerfristig Risiken. Das wirkt sich auf Dauer positiv auf das finanzielle Risiko der staatlichen Verschuldung und die Bonität von Staatsanleihen aus. Diese These sieht die Schweizer Sarasin-Bank durch ihr jüngstes Länderrating bestätigt, das ökologische und soziale Leistungen beurteilt und mit ökonomischen vergleicht.
  • Susanne Bergius (Handelsblatt)

BRÜSSEL. „Die Staatsanleihen der Länder mit der besten Nachhaltigkeitsbewertung haben durchweg ein sehr gutes Finanzrating und werden auch bezüglich ihrer Konkurrenzfähigkeit positiv beurteilt“, resümiert Analystin Michaela Collins.

Norwegen und Schweden sind Spitzenreiter, gefolgt von Österreich, Dänemark, Japan, den Niederlanden und der Schweiz. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld. Als Investition nicht zu empfehlen seien Staatsanleihen aus den USA, Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei, Mexiko, Frankreich und Australien. Kritische Faktoren seien entweder eine weit unterdurchschnittliche Effizienz oder industrielle Altlasten und ein hoher sozialer Stress. Die Studie bestätigt andere Analysen, die Nordeuropa als Vorbild nennen und die USA wegen hohen Naturverbrauchs und schlechten sozialen Bedingungen nachteilig beurteilen.

Immer mehr Anleger wollen sich nicht mehr nur auf klassische Finanzratings von Moody’s oder Standard & Poor’s stützen, sondern Staaten danach beurteilen, ob sie verantwortlich und zukunftgerichtet handeln. Davon berichten Vermögensverwalter wie Morgan Stanley, Sarasin oder die Schweizer SAM. Vor allem Institutionelle fragen zunehmend nach entsprechenden Rentenprodukten, sagt Walter Kahlenborn, Vorstandschef des Fachverbandes „Forum Nachhaltige Geldanlagen“.

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