Mögliche Herabstufung Nachranganleihen deutscher Banken im Fokus

Die Ratingagentur Moody's nimmt 24 Milliarden Euro an Nachranganleihen deutscher Banken unter die Lupe und prüft eine Herabstufung. Betroffen sind 246 Papiere von 24 Instituten, darunter Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, DZ Bank und einige Landesbanken.
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Das Banken-Restrukturierungsgesetz macht die Ratingagenturen auf deutsche Nachranganleihen aufmerksam. Quelle: dpa

Das Banken-Restrukturierungsgesetz macht die Ratingagenturen auf deutsche Nachranganleihen aufmerksam.

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HB FRANKFURT. Grund für diesen Schritt ist laut den Bonitätswächtern das Banken-Restrukturierungsgesetz, das im neuen Jahr in Kraft treten soll. Dieses sieht vor, dass die Regulierer bereits bei einer drohenden Bankpleite die Bond-Gläubiger etwa über einen Forderungsverzicht kräftig zur Kasse bitten können. Moody's hält es für unwahrscheinlich, dass auch die vorrangig besicherten Bankanleihen herangezogen werden, da dies Gefahren für die Finanzmarktstabilität in sich berge. Bei den Nachrangpapieren, die im Insolvenzfall erst nachrangig bedient werden, sehe dies dagegen anders aus. Hier seien die Verlustrisiken für die Investoren nun deutlich größer geworden, hieß es.

In den nächsten Wochen werde über eine mögliche Herabstufung entschieden – ein solcher Schritt geht üblicherweise mit höheren Zinsen für diese Papiere einher. Die Bankinstitute werden wegen der schärferen Regulierung in den nächsten Jahren voraussichtlich kaum mehr Nachranganleihen begeben, da diese künftig nicht mehr als hartes Eigenkapital anerkannt werden. Wegen des vergleichsweise hohen Risikos gelten diese Papiere eigentlich als eigenkapital-ähnliche Instrumente. In der Krise zeigte sich aber, dass die Banken damit kaum Verluste auffangen konnten. Reuters

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