Moody's stuft Großbritannien herab Aussichten „erheblich verschlechtert“

Theresa May spricht, und die Finanzmärkte antworten: Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit herab, die Aussichten hätten sich „erheblich verschlechtert“. Das Pfund gerät unter Druck.
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Die britische Premierministerin Theresa May verlässt nach ihrer Rede am 22.09.2017 in Florenz (Italien) den Raum. Die britische Premierministerin Theresa May will mehr Zeit für die Umsetzung des EU-Austritts ihres Landes. Dafür hat sie in ihrer Grundsatzrede am Freitag in Florenz eine befristete Übergangsphase nach dem Brexit vorgeschlagen. Quelle: dpa
Theresa May

Die britische Premierministerin Theresa May verlässt nach ihrer Rede am 22.09.2017 in Florenz (Italien) den Raum. Die britische Premierministerin Theresa May will mehr Zeit für die Umsetzung des EU-Austritts ihres Landes. Dafür hat sie in ihrer Grundsatzrede am Freitag in Florenz eine befristete Übergangsphase nach dem Brexit vorgeschlagen.

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New YorkNur wenige Stunden nach der Brexit-Rede der britischen Premierministerin Theresa May hat die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens nach unten korrigiert. Das Rating werde von „Aa1“ auf „Aa2“ gesenkt, teilte Moody's am späten Freitagabend mit. Die Aussicht für die Staatsfinanzen habe sich „erheblich verschlechtert“, hieß es zur Begründung. Es seien steigende Schulden zu erwarten, der Erfolg von Konsolidierungsbemühungen sei fraglich. Die Probleme würden durch eine wahrscheinliche wirtschaftliche Abschwächung auf mittlere Sicht infolge des Austritts aus der Europäischen Union verschärft.

Der Ausblick für das Rating sei „stabil“, hieß es von den Bonitätswächtern. Eine weitere Verschlechterung der Bonitätseinschätzung droht damit zunächst nicht. Auch nach der Abstufung gilt Großbritannien weiterhin als für die sichere Geldanlage geeignet.

Wenige Stunden vor der Rating-Abstufung hatte May im italienischen Florenz eine mit Spannung erwartete Rede zum Brexit gehalten. Anleger an den Finanzmärkten zeigten sich im Anschluss enttäuscht, weil Mays Auftritt nicht viel Neues gebracht habe. Bereits im Laufe des Tages war das britische Pfund unter Druck gewesen. Nach der Ratingabstufung fiel es noch einmal deutlich um ein halbes Prozent und erreichte zwischenzeitlich ein Tagestief bei 1,3451 US-Dollar. Auch im Verhältnis zum Euro gab das Pfund deutlich nach.

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  • dpa
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