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Nach Irreführung Ratingagentur darf keine Staatsanleihen mehr bewerten

Die US-Ratingagentur Egan-Jones Ratings hat für die Irreführung der US-Aufsichtsbehörde SEC nun die Quittung erhalten. Für 18 Monate darf sie nun keine Staatsanleihen mehr benoten.
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Die US-Börsenaufsicht SEC (Archivfoto vom 22.09.2008) hat mit der US-Ratingagentur Egan-Jones einen Vergleich geschlossen. Quelle: picture alliance/dpa

Die US-Börsenaufsicht SEC (Archivfoto vom 22.09.2008) hat mit der US-Ratingagentur Egan-Jones einen Vergleich geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

New York Der US-Ratingagentur Egan-Jones Ratings ist es für einen Zeitraum von 18 Monaten verboten worden, Staatsanleihen oder forderungsbesicherte Bonds mit Noten zu versehen. Damit legt das Unternehmen Anschuldigungen bei, es habe gegenüber der US-Aufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) falsche Angaben gemacht.

Laut SEC führte Egan-Jones die Aufsicht in die Irre, indem die Firma bei der Registrierung für den Status einer Nationally Recognized Statistical Rating Organization (NRSRO) behauptete, sie habe die beiden Anlageklassen bereits seit 1995 bewertetet. Das gab die SEC am Dienstag bekannt. Tatsächlich habe die Firma erst 2008 mit der Bewertung begonnen - also in dem Jahr, in dem sie sich um den Status bewarb.

Hintergrund: In den USA entscheidet die SEC, welche Firmen so genannte NRSRO-Noten vergeben dürfen. Diese Noten können Investoren heranziehen, wenn es um die Frage geht, inwieweit sie regulatorische Anforderungen erfüllen.

Im Jahr 1975 hatte die SEC damit begonnen, bei bestimmten Regeln auf Ratings zu verweisen. Ursprünglich durften lediglich die Noten benutzt werden, die von Standard & Poor's, Moody's Investors Service und Fitch Ratings erteilt wurden. Inzwischen ist der Kreis auf 10 Firmen gewachsen.

Egan Jones teilte in einer Reaktion auf die SEC- Stellungnahme mit, das Unternehmen sei angesichts der von beiden Seiten annehmbaren Bedingungen zufrieden, den Vergleich verkünden zu können.

  • Bloomberg
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