Nervöse Märkte Die Schuldenkrise schlägt zurück

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Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank?

Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos warnte sein Land, es drohe im März die Staatspleite, falls nicht weitere Reformen umgesetzt und die Einkommen weiter sinken würden. Die Gespräche mit der sogenannten Troika aus Vertretern von EU, EZB und IWF über weitere Finanzhilfen werden in diesem Monat fortgesetzt. Die Rendite für zehnjährige Hellas-Anleihen stieg um fünf Basispunkte, sie liegt – jenseits von Gute und Böse – bei 28,8 Prozent.

Derweil sorgen sich die Investoren nicht nur um die Staaten, auch die Banken gelten als Wackelkandidaten. Schließlich haben die europäischen Geldhäuser jede Menge Staatsanleihen in ihren Büchern. In Paris vermutete ein Börsianer, die Deutsche Bank stehe vor einer Kapitalerhöhung, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Das habe wiederum den Euro belastet. Aktien der Deutschen Bank rutschten um über vier Prozent ins Minus. In den vergangenen Wochen hatte die Bank mehrfach betont, die verschärften Kapitalanforderungen auch ohne die Ausgabe neuer Aktien zu erfüllen.

Kein Gerücht ist, dass die italiensche Unicredit mehr Kapital braucht. Doch die Investoren zögern, ob sie mehr Kredit gewähren sollen. Bereits gestern war die Aktie um 14,5 Prozent gefallen, nachdem die Bank Details zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung bekanntgegeben hatte. Am Donnerstag fiel der Kurs nach Öffnung der Börsen erneut um acht Prozent – die Aktie wurde daraufhin vom Handel ausgesetzt.

Mit Material von Reuters und Bloomberg

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2 Kommentare zu "Nervöse Märkte: Die Schuldenkrise schlägt zurück"

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  • Die Liste der weltweit größten Volkswirtschaften, die im Jahr 2012 Schulden im Wert von 7,6 Billionen Euro zurückzahlen müssen, wird angeführt von Japan mit 3 Billionen Dollar und den USA mit 2,8 Billionen Dollar – gefolgt von Italien (428 Milliarden Dollar), Frankreich (367 Milliarden Dollar) und Deutschland (285 Milliarden Dollar). Mit Einrechnung der dafür fälligen Zinsen müssen diese Länder insgesamt mehr als 8 Billionen Dollar in diesem Jahr aufbringen, so Bloomberg.

  • Jedes mal bevor die Troika in Griechenland ihre Arbeit wieder aufnimmt, fängt die Propaganda wieder von vorne an. Ich kann jedem unabhängigen Journalisten nur raten, wieder in 5 Jahren über den Zerfall zu sprechen, weil man erst dann überhaupt eine Bilanz ziehen kann.

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