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Rating-Agentur Fitch bestätigt negativen Ausblick bei Italien – Ungarn verbessert sich

Italiens Kreditwürdigkeit bleibt mit negativem Ausblick bei „BBB“. Ungarn verbessert sich hingegen und steht nun auf einer Stufe mit Italien.
Update: 23.02.2019 - 11:08 Uhr Kommentieren
Schon vor der Entscheidung der Rating-Agentur standen italienische Staatsanleihen unter Druck. Quelle: Reuters
Fitch Ratings

Schon vor der Entscheidung der Rating-Agentur standen italienische Staatsanleihen unter Druck.

(Foto: Reuters)

Berlin, Bangalore Die Ratingagentur Fitch hat ihre Bonitätsnote für Italien wie erwartet bestätigt. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit bleibe „BBB“, teilten die Experten am Freitagabend mit. Zugleich bekräftigten sie ihren Ausblick mit „negativ“. Das bedeutet, dass weiter eine Herabstufung droht. Fitch bezeichnete das Niveau der italienischen Staatsverschuldung als extrem hoch. Außerdem kritisierte die Ratingagentur, es fehlten Reformen beim Haushalt und in anderen Bereichen.

Vor der Fitch-Entscheidung hatten die Kurse der italienischen Staatsanleihen unter Druck gestanden, weil Anleger eine Herabstufung fürchteten. Die Haushaltspläne der Regierung in Rom machen der EU-Kommission weiter Sorgen. Sie befürchtet dadurch Ansteckungsgefahren für die Euro-Zone, wie jüngst die Zeitung „La Repubblica“ berichtete. Sie berief sich auf den Länder-Bericht der EU-Kommission, der am kommenden Mittwoch genehmigt werden soll.

Tatsächlich dürfte die Entscheidung von Fitch aber nur eine kurzfristige Verschnaufpause für Italien sein. Die Finanzmärkte schauen sehr kritisch auf Italien. Die Ausgabenpolitik der Regierung hat das Vertrauen belastet. Die Einigung mit der EU-Kommission im Haushaltsstreit im Dezember hat nur für eine kurzzeitige Erleichterung gesorgt. Die Regierung hat der EU ein Haushaltsdefizit von 2,04 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt versprochen, anstatt der ursprünglich vorgesehenen 2,4 Prozent.

Die jüngst deutliche Wachstumsabschwächung dürfte das Erreichen dieses Ziels aber unmöglich machen. So war Italien im vierten Quartal in eine Rezession gerutscht. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum senkte Fitch von bisher 1,2 Prozent auf 0,3 Prozent.

Die italienische Regierung war in ihrem Haushaltsentwurf von 1,0 Prozent ausgegangen. Fitch erwartet in diesem Jahr ein Defizit von 2,7 Prozent. Italien hat mit einem Gesamtschuldenstand von 130 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt den höchsten Wert in der Eurozone nach Griechenland.

Ebenfalls am Freitagabend gab Fitch seine Bewertung über die Kreditwürdigkeit Ungarns ab. Diese sieht optimistischer aus als zuletzt. Fitch hob die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten des zentraleuropäischen Staats auf „BBB“ von zuvor „BBB-“ an. Damit bescheinigt die Agentur dem Land eine befriedigende Bonität.

Grund für die Anhebung sei eine sinkende Staatsverschuldung. Der Ausblick sei „stabil“. Damit erwartet die Agentur auch auf absehbare Zeit keine Veränderung der Lage. Vor einer Woche hatte die auch US-Ratingagentur S&P ihre Bonitätsbewertung für Ungarn angehoben.

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  • rtr
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