Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Rating Moody's hebt Island-Ausblick auf „stabil“

Die Ratingagentur hat den Ausblick für Island von „negativ“ auf „stabil“ geändert. Grund dafür war ein Gerichtsverfahren, das Island gegen Großbritannien und die Niederlande gewonnen hatte.
1 Kommentar
Island-Fans haben Grund zur Freude. Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick des Landes von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt. Quelle: Reuters

Island-Fans haben Grund zur Freude. Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick des Landes von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt.

(Foto: Reuters)

Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für Islands Bonitätsnote „Baa3“ von negativ auf stabil geändert. Zuvor hatte ein europäisches Gericht befunden, dass das Land im Rahmen seiner Rechte handelte, als es sich weigerte, bei einer Bankenpleite im Jahr 2008 britische und niederländische Einlagenkunden abzudecken.

Die Revision des Ratingausblicks sei auf das gesunkene „Ereignisrisiko” zurückzuführen, nachdem der Gerichtshof der Europäischen Freihandelszone (EFTA) am 28. Januar zugunsten Islands entschieden habe, erklärte Moody's. Hätte das Land das Verfahren verloren, so hätten die Niederlande und Großbritannien Schadensersatz von bis zu 335 Milliarden Kronen (1,95 Mrd. Euro) fordern können, was 20 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes entspräche, schätzte der Internationale Währungsfonds.

„Der EFTA-Gerichtsentscheid ist das günstigste Ergebnis, das für die isländische Regierung möglich war, und beseitigt ein wichtiges negatives Ereignisrisiko für das Land”, schrieb Moody's in einer Erklärung, die am Donnerstag in London veröffentlicht wurde. Die Entscheidung des EFTA-Gerichts „kommt zusätzlich zu einer Reihe von positiven Entwicklungen in Island im vergangenen Jahr, insbesondere bezüglich der öffentlichen Finanzen Islands sowie der erwarteten Schuldentrends.”

Baa3 ist bei Moody's die niedrigste Bonitätsnote in der Kategorie Investmentgrade.

Island hatte sich 2008 geweigert, 5,4 Milliarden Dollar an Garantien an 350.000 britische und niederländische Bürger abzudecken, die Icesave-Konten bei Landsbanki Islands hf eröffnet hatten, einer der drei großen Banken, die in der Finanzkrise des Landes bankrott gingen. Der britische und niederländische Staat deckte die Garantien ab und Island wurde von der EFTA-Überwachungsbehörde verklagt.

Die Zahlungsausfälle bei Kaupthing Bank hf, Glitnir Bank hf und Landsbanki vor mehr als vier Jahren ließen die Wirtschaft des Landes in die schlimmste Rezession seit sechs Jahrzehnten abrutschen. Die Zahlungsausfälle summierten sich auf 85 Milliarden Dollar, während das isländische Bruttoinlandsprodukt nur 13 Milliarden Dollar erreicht. Island entging einem staatlichen Zahlungsausfall nur dadurch, dass es sich weigerte, die Banken zu stützen.

„Die isländische Wirtschaft hat die durch die Krise ausgelöste Rezession eindeutig hinter sich gelassen und wächst nun mit angemessenem Tempo”, heißt es in der Erklärung. „Moody's rechnet in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von etwa 2,5 Prozent, nach einer Steigerungsrate von 2,6 Prozent 2011 und schätzungsweise 2,2 Prozent 2012.”

  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Rating - Moody's hebt Island-Ausblick auf „stabil“

1 Kommentar zu "Rating: Moody's hebt Island-Ausblick auf „stabil“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ++++ Darum konnte sich Island so schnell sanieren +++++


    Island hat FBI-Agenten die kamen rausgeworfen
    Mittwoch, 6. Februar 2013 , von Freeman um 00:05

    Wir kennen alle die berühmt gewordene Einleitung aus den Asterixheften die ich hiermit abwandle: "Wir befinden uns im Jahre 2013 n.Chr. Die ganze westliche Welt ist von Bankstern besetzt ... die ganze westliche Welt? Nein! Eine von unbeugsamen Isländern bevölkerte Insel im Atlantik hört nicht auf, der NWO Widerstand zu leisten."

    Ja die Isländer kommen mir wirklich wie die Bewohner des kleinen gallischen Dorfes vor, die sich erfolgreich gegen die Römer gewehrt haben. Wäre es nicht toll, wenn die Griechen, Spanier, Portugiesen und andere Länder der Eurozone sich ein Beispiel an Island nehmen und die Bankster vor Gericht stellen und der Troika sagen würden, haut verdammt nochmal ab, so wie die Isländer es getan haben.

    Die Isländer haben ihre Banken NICHT gerettet sondern pleite gehen lassen und sie haben die verantwortlichen kriminellen Banker VERHAFTET und zu langjährigen Gefängnistrafen VERURTEILT. Etwas was sich keiner bisher getraut hat. Dazu noch, was jetzt erst heraus- gekommen ist, als der Innenminister Islands herausfand, das FBI wäre mit einem Privatjet angekommen, um gegen Wikileaks Untersuchungen durchzuführen, nahm er sich den Fall sofort an und forderte sie auf das Land zu verlassen. Er sagte, ihr seid hier nicht Willkommen und sorgte für ihre Abreise!

    Aber gehen wir zurück ins Jahr 2008. Wegen der eigenen Finanzkrise stand Island damals vor dem Kollaps, hat sich aber seitdem gut erholt. Warum? Weil es anders vorging als die anderen Pleitestaaten der Eurozone. Islands Präsident Olafur Grímsson erklärte in Interviews neulich beim WEF in Davos, sie hätten die Banken nicht gerettet. Er sagte:

    "Ich habe mich oft gefragt: Warum tun wir so, als wären Banken heilige Orte der modernen Wirtschaft? Was unterscheidet Banken von Firmen anderer Branchen, etwa Telekommunikation oder Transport?

Serviceangebote