Ratingagentur Fitch Niederlande müssen um ihre Top-Note bangen

Kaum ein EU-Land hat es im Zuge der Schuldenkrise geschafft, ihre AAA-Bewertung zu halten. Gehören die Niederlande bald auch dazu? Die Ratingagentur senkte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit auf negativ.
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Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU. Quelle: dpa

Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU.

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New YorkDie Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Niederlande auf "negativ" gesenkt. Dies teilten die Bonitätswächter am Dienstagabend mit. Damit wird eine Herabstufung der Topbonität in den kommenden Monaten wahrscheinlicher. Bisher bewertet Fitch das Euro-Land mit der Top-Note "AAA".

Die Agentur begründete ihren Schritt damit, dass die Probleme auf dem Immobilienmarkt und dem Bankensektor die niederländische Wirtschaft belasteten. Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU und haben bei allen großen Rating-Agenturen noch die Bestnote AAA allerdings nun mit einem negativen Ausblick.

Am Montag hatten die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) mitgeteilt, das Euro-Land weiterhin mit dem Top-Rating bewerten zu wollen. Die milliardenschwere Rettung des angeschlagenen Finanzkonzerns SNS Reaal stelle keine Gefahr dar, argumentierten sie.

SNS soll im Rahmen der Verstaatlichung neben einer Kapitalspritze von 2,2 Milliarden Euro auch Kredite im Volumen von 1,1 Milliarden Euro und Bürgschaften von fünf Milliarden erhalten. In einer separaten Mitteilung warnte Moody's jedoch, dass sich die Verstaatlichung von SNS Reaal negativ auf die anderen Banken des Landes auswirken könnte.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Ratingagentur Fitch: Niederlande müssen um ihre Top-Note bangen"

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  • S&P hat es doch gerade gesagt: Rating Agenturen verbreiten nur Meinungen - Wenn sie zur Veranwortung gezogen werden. Jeder kann eine Meinung haben. Es ist eben nur eine Meinung.


  • "Kaum ein EU-Land hat es im Zuge der Schuldenkrise geschafft, i h r e AAA-Bewertung zu halten."
    in den letzten Wochen fallen auch bei Ihrer Redaktion zunehmend grammatische Ausrutscher auf.
    Ein Abonnent der Printausgabe

  • Profis hören ohnehin nicht mehr auf die Rating-Geier aus den USA. Auch da deren Dilletantismus und Profitgier - siehe auch den bekannten Protestbrief von 10 namhaften deutschen Unternehmen aus 2012 - bekannt sind.

    Schade um die wirtschaftl Erholung der Niederlande, die durch diese Nichtsnutze vermutlich einen gewissen Rückschlag erleiden könnte.

    Honi soit qui mal y pense.

  • Wenn wir das Triple-A als letzte behalten, wird es uns trotzdem aberkannt, weil wir den SMS quasi alleine stemmen müssen. Da kommt aber Freude auf - hoffentlich noch vor den Bundestagswahlen!

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