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Renten Spanische Anleihen machen Anlegern Sorge

Die Rendite für spanische Staatsanleihen sind am Dienstag wieder gestiegen. Zwar begrüßen die Anleger die Sparanstrengungen der Regierung - doch gleichzeitig wächst die Sorge, dass die Konjunktur darunter leiden könnte.
2 Kommentare
Die Anleger machen sich Sorge um die spanische Konjunktur. Quelle: ap

Die Anleger machen sich Sorge um die spanische Konjunktur.

(Foto: ap)

FrankfurtDie Sorge um die wirtschaftliche Zukunft Spaniens hat am Dienstag den europäischen Rentenhandel bestimmt. „Es gibt wieder besorgniserregende Nachrichten aus der Peripherie, das macht dem Markt zu schaffen“, erklärte ein Händler. So ist in Spanien die Arbeitslosigkeit den achten Monat in Folge gestiegen. Die Staatsverschuldung wird nach Schätzung der Regierung im laufenden Jahr auf 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Am Rentenmarkt reagierten die Anleger mit Verkäufen über alle Laufzeiten hinweg. Vor allem die zehnjährigen spanischen Staatsanleihen gerieten unter Druck und büßten bis zu 98 Ticks auf 102,68 Punkte ein. Dies trieb die Rendite zeitweise auf 5,49 Prozent von 5,36 Prozent am Vorabend.

„Die Vermutung liegt nahe, dass die Wirkung der beiden Dreijahrestender der EZB von Ende Dezember und Ende Februar in der Größenordnung von etwa einer Billion Euro nachlässt“, erklärten die Analysten der Bremer Landesbank. Daher komme den Auktionen der spanischen Regierung am Mittwoch wieder besondere Bedeutung zu. Das Land will Anleihen mit Laufzeiten bis 2015, 2016 und 2020 platzieren.

Viele Analysten fürchten, dass das harte Sparprogramm die Konjunktur in dem iberischen Land - es ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone - abwürgen könnte. Mit fast 23 Prozent liegt die Arbeitslosenquote per Ende 2011 in Spanien bereits höher als in allen anderen EU-Ländern.

Die Sorge um Spanien wirkte sich auch auf die italienischen Papiere aus. Die zehnjährigen Pendants verloren zeitweise gut einen Punkt auf 98,62 Zähler und rentierten in der Spitze 5,25 nach 5,11 Prozent am Vorabend. Bis zum Nachmittag holten die Anleihen wieder auf und lagen nur noch knapp im Minus.

Bundesanleihen fallen zunehmend in Ungnade

Die deutschen Bundesanleihen konnten von ihrem Ruf als sicherer Anlagehafen aber nicht profitieren. Der Bund-Future gab 18 Ticks auf 138,25 Punkte nach, und die Rendite der dem Terminkontrakt zugrunde liegenden zehnjährigen Bundesanleihe kletterte auf 1,82 von 1,80 Prozent. Händler erklärten, die deutschen Papiere seien auch wegen der geringen Rendite etwas in Ungnade gefallen. „Die Bunds haben wenig Wert, und so schlecht geht es der Weltwirtschaft auch wieder nicht“, erklärte Nick Stamenkovic, Rentenstratege bei RIA Capital Markets. Zum Vergleich: US-Anleihen bieten mit knapp 2,2 Prozent eine attraktivere Rendite als der Bund.

Ohne Probleme konnte sich der Rettungsfonds EFSF am Dienstag bei den Anlegern knapp zwei Milliarden Euro für drei Monate leihen. Allerdings musste der EFSF - er wurde im Frühsommer 2010 zur Rettung von Euro-Ländern wie Irland und Portugal gegründet - den Anlegern mit 0,1119 Prozent etwa einen doppelt so hohen Zins wie noch im März zahlen. Dafür war die Nachfrage der Investoren allerdings auch höher.

Die Sorgen um Spanien gingen am Euro weitgehend vorbei. Die Gemeinschaftswährung pendelte meist um 1,3315 Dollar und lag damit in etwa auf dem Vortagesniveau. Händler erklärten, dass wegen der bevorstehenden Osterfeiertage viele Investoren fehlten oder sich vor den wichtigen monatlichen US-Arbeitsmarktdaten zurückhielten, die am Karfreitag veröffentlicht werden. Erst nach den Osterfeiertagen werden viele Anleger darauf reagieren können. Von den Daten erhoffen sich die Investoren Hinweise auf den Stand der US-Konjunktur und die weitere US-Geldpolitik.

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2 Kommentare zu "Renten: Spanische Anleihen machen Anlegern Sorge"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • hallo zusammen wer in investieren will soll das in marokko machen:

  • Espanistan, bitte meldet Euch bei mir.

    Ich biete mich an, von der EZB mehrere Millarden Euro zu 1% Zins auszuleihen und mit dem gedruckten Geld Spanien einen Kredit zu 5% Zins zu gewähren (Staatsanleihen kaufen).

    Bankster: Money for nothing :-)