Risikoaufschläge sinken Märkte gönnen Irland und Spanien Verschnaufpause

Die Erklärung Irlands, wie viel Geld das Land für die Rettung der heimischen Banken benötigt, ist an den Märkten auf ein positives Echo gestoßen. Die Risikoaufschläge für irische Staatsanleihen sinken ebenso wie die Prämien für Kreditausfallversicherungen. Auch spanische Anleihen erholen sich, obwohl die Ratingagentur Moody's ihre Einstufung für das Land gesenkt hat.
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HB FRANKFURT. Anleger am Rentenmarkt haben sich von der Ankündigung frischer Kapitalspritzen für die angeschlagenen irischen Banken und der Herabstufung der spanischen Bonität am Donnerstag nicht irritieren lassen. Die Nachrichten aus Irland und Spanien seien nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, betonte Eamon Reilly, Händler bei Davy Stockbrokers in Dublin. "Es gibt eine ordentliche Nachfrage nach irischen, portugiesischen und spanischen Anleihen."

Irland hatte am Morgen mitgeteilt, dass das Land die Kosten für die Rettung der Anglo Irish Bank auf 29 Mrd. Euro beziffert, zur Sicherheit aber weitere fünf Mrd. Euro bereithält. Zudem wird das Land der Allied Irish Bank mit drei Mrd. Euro unter die Arme greifen. Verglichen damit steht Spanien deutlich solider da. Zwar stufte die Ratingagentur Moody's das Land am Morgen um eine Stufe von der Bestnote "AAA" zurück. Der Schritt war aber überwiegend erwartet worden, da die beiden anderen großen Ratingagenturen S&P und Fitch Spanien bereits vor Wochen zurückgestuft hatten.

Die Credit Default Swaps (CDS) der beiden Staaten gingen zurück. So verringerten sich die Kosten für die Versicherung eines zehn Millionen Euro schweren irischen Kredits nach Angaben des Datenanbieters CMA auf 455.700 Euro von 470.500 Euro am Vortag. Die spanischen CDS gingen auf 218,1 Basispunkte von 228,3 Basispunkten zurück und die portugiesischen auf 411 Basispunkte von 440 Basispunkten.

Die Risikoaufschläge für zehnjährige irische Bonds gingen im Vergleich zur entsprechenden Bundesanleihe um sieben auf 459 Basispunkte zurück. Die spanischen und portugiesischen Spreads verengten sich auf 185 beziehungsweise 422 Basispunkte.

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