Schuldenkrise Investoren spekulieren auf Pleite Irlands

Die Schuldenkrise in Europa spitzt sich erneut zu. Nach Griechenland geraten Irland und Portugal immer mehr unter Druck. Die Risikoaufschläge für Anleihen der Schuldenstaaten steigen bedrohlich. Wer sich gegen den Ausfall irischer Anleihen absichern will, muss dafür mehr bezahlen, als für die Absicherung gegen einen Ausfall Pakistans.
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Lange Gesichter in Dublin: An den Finanzmärkten wird auf die Pleite Irlands gewettet. Quelle: ap

Lange Gesichter in Dublin: An den Finanzmärkten wird auf die Pleite Irlands gewettet.

(Foto: ap)

FRANKFURT. Die Kurse irischer Staatsanleihen geraten erneut unter Druck. Entsprechend stieg die zehnjährige Rendite in der Spitze auf ein Rekordhoch von 7,9 Prozent.

Der Risikoaufschlag für irische Staatsanleihen gegenüber 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 552 Basispunkte aus und lag damit so hoch wie noch nie seit der Euro-Einführung. "Irland befindet sich mittlerweile schon fast in griechischen Sphären", hieß es in einem Marktkommentar der Commerzbank.

Die irische Regierung hatte Ende vergangener Woche erklärt, allein im kommenden Jahr sechs Mrd. Euro sparen zu wollen. Doch die Investoren fürchten, dass das Land dieses Sparpaket nicht gestemmt bekommt. Die Regierung in Dublin hat nur eine hauchdünne Mehrheit im Parlament, die Opposition lehnt das Sparprogramm ab. "Die Lage in Irland ist dermaßen schlecht und jeder weiß, dass dort 2011 wohl das Geld ausgehen wird", sagte Stephen Gallo, Leiter der Marktanalyse bei Schneider Foreign Exchange in London.

Ebenfalls kritisch ist die Lage in Portugal. Am Dienstag legte die Rendite portugiesischer Anleihen auf 6,7 Prozent zu. Zudem stieg der Spread gegenüber Bundesanleihen auf 450 Basispunkte. Portugal will am Mittwoch neue Anleihen am Primärmarkt begeben und dadurch 1,25 Mrd. Euro aufnehmen.

Wie groß das Misstrauen der Investoren ist, lässt sich auch am Markt für Kreditversicherungen ablesen. Die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) zeigen an, welche "Versicherungsprämie" Investoren zahlen müssen, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen.

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9 Kommentare zu "Schuldenkrise: Investoren spekulieren auf Pleite Irlands"

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  • Das billige Geld hat die Menschen in irland verführt, besser sie sind mit Absicht verführt worden! Von wem? Von der EU die auch die Abstimmung im letzten Jahr, den Lissabon-Vertrag gekauft hatte. Jetzt hat irland welches so gegen die britische besatzung gekämpft hat gegen die EU verloren und wird ausgebeutet.

  • Griechenland, irland und Portugal sind nur Nadelstiche.
    Erst wenn italien in ein paar Jahren aufgrund steigender Zinsen den bankrott erklärt, ist der Euro Geschichte und zwar schlagartig.

  • Artikel 6 leider ist DE-genauso kaputt wie ebend irland nichts geht hier mehr,1.8 billionen schulden bei einer einfachen rechnung die schulden zu bedienen wird es 800 jahre dauern irland ist überall,und da wir als super sahne musterwirtschaft dastehen zeigt nur wie entfernt nicht nur Honnecker der realität entrückt war,nein Merkel weiss schon was los ist deshalb die brutale umverteilung zu lasten der Steuerzahler.

  • irland - die Vorzeigewirtschaft Europas ist pleite!

    Vor 25 Jahren haben alle "Anallysten" geschrien:

    "wir müssen wie Japan werden!!!!!"

    Vor 15 Jahren haben alle "Anallysten" und sogenannte Unternehmensberater (diese kamen aus der Kanalisation gekrochen, die von den USA nach Europa führt) geschrien:

    "wir müssen wie die USA werden!!!!!"


    Vor 5 Jahren haben alle "Anallysten", Unternehmensberater und investmentbanker geschrien:

    "wir müssen alle wie irland werden, diese Wachstumsraten sind vorbildhaft und absolut nachhaltig"


    Heute können wir alle Deutschen in die Kirche gehen und unserem Land und uns eine Kerze aufstellen - Gott sei Dank sind wir weder Japan, noch USA oder irland geworden!

  • ich denke, dass sich die Eu-Konsorten für irland schon nicht mehr interessieren.
    Die läßt man verhungern.
    Das Problem sind die banken, die überall in Europa ihre Forderungen abschreiben können. Ganz vorn die deutschen banken.
    irgend jemand muß ja unser Exportwunder, unseren Aufwung XXL bzw. unser Jobwunder in den büchern haben. Allein die HRE wird wohl bald nicht mehr reichen.

  • Demnächst wird es wohl heißen:

    investoren spekulieren auf Pleite der USA

    'bernanke hat mal gesagt, die Federal Reserve hat die grosse Depression der Dreissigerjahre verursacht und er versprach, sie werden es nie wieder passieren lassen. Die USA ist aber in einer Depression, ja sogar in einer Existenzkrise. Sein Versprechen gegenüber dem Kongress, keine Monetarisierung der Schulden durchzuführen, hält er auch nicht ein. Mit der neuesten Entscheidung 600 Milliarden an Luftgeld zu produzieren kommt noch eine mögliche Hyperinflation hinzu'

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: bernanke hat den Kongress angelogen http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/11/bernanke-hat-den-kongress-angelogen.html#ixzz14mlNVXbg

  • Die fetten biester werden am Ende geschlachtet!
    England - Japan - USA - bRD***** - NO WAY OUT -
    Silver heats up as bERLiN falls!

  • Wer über seine Verhältnisse lebt und dieses ständig über weitere Fremdmittel finanziert, hat nichts anderes verdient als die Asche zu schmecken. Und wer sich nicht wieder aus eigener Kraft aus seiner Misere befreien kann, wird Lehnsknecht oder muss verkaufen. ich hätte da interesse an irland...

  • Am kleinen irland wird ggf. ein Musterbeispiel durchdekliniert, um Erfahrungen betreffend weit größere Schuldenstaaten zu sammeln. Anleger werden deshalb den blick wohl nicht allein auf den Winzling unter den Schuldnern richten.

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