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Schwellenländer Venezuelas Gläubiger schöpfen neue Hoffnung

Die Anleihekurse des südamerikanischen Landes erholen sich deutlich. Besonders viele Papiere halten die Allianz und Blackrock.
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Das Land bedient bereits seit 2017 keine Schulden mehr. Quelle: Reuters
Venezolanische Bolívar

Das Land bedient bereits seit 2017 keine Schulden mehr.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Vermögensverwalter Allianz, Blackrock und Fidelity können bei ihren Venezuela-Engagements neue Hoffnung schöpfen. Wie Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg zeigen, halten sie von allen ausländischen Finanzinstituten das höchste Volumen an venezolanischen Staatsanleihen.

Die Kurse der Anleihen sind zuletzt deutlich gestiegen. So notiert die zehnjährige venezolanische Staatsanleihe derzeit bei 33 Cent pro Dollar. Ende Dezember waren es noch 22 Cent pro Dollar – das entspricht einem Anstieg von rund 40 Prozent innerhalb weniger Wochen.

Inwiefern die Vermögensverwalter bei ihren Investments Verluste eindämmen oder gar Gewinne einstreichen konnten, geht aus den Daten von Bloomberg nicht hervor. Demnach hält allein die Allianz Bonds im Wert von 871 Millionen Dollar. Diese dürften vor allem bei Fonds der Vermögensverwaltungstöchter Pimco und Allianz Global Investors liegen. Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Der US-Vermögensverwalter Blackrock hält venezolanische Anleihen mit einem Volumen von rund 790 Millionen Dollar. Bei FMR, dem Mutterkonzern des US-Fondshauses Fidelity, sind es rund 700 Millionen Dollar.

Auf dem Papier gelten sämtliche Staatsanleihen des Landes als ausgefallen. Das Land war unter der Führung von Präsident Nicolás Maduro in eine schwere Wirtschaftskrise gerutscht. Um die Devisenreserven des Landes zu schonen, stellte die Regierung ab 2017 sukzessive die Zinszahlungen für Dollar-Anleihen ein.

Bereits 2017 hatte Maduro eine Umschuldung gefordert. Ohne einen Regimewechsel werde es für Venezuela keine Umschuldung geben, sagt jedoch Experte Lee Buchheit von der Anwaltskanzlei Cleary Gottlieb der Nachrichtenagentur Reuters.

Doch vergangene Woche hatte sich Oppositionsführer Juan Guaidó zum Interimspräsidenten des südamerikanischen Krisenlandes erklärt. Zahlreiche Staaten, darunter die USA, haben Guaidó als rechtmäßigen Präsidenten anerkannt. Mit der wachsenden Unterstützung für Oppositionsführer Guaidó spekulieren deshalb immer mehr Investoren darauf, doch noch Geld für venezolanische Bonds zu bekommen. Besonders erfolgreich sind Fonds, die bereits vor der Eskalation des Machtkampfs überdurchschnittlich stark in Staatsanleihen Venezuelas investierten.

Darunter sind der „Financial Times“ zufolge ein sechs Milliarden Dollar schwerer Schwellenländer-Fonds von T Rowe Price sowie Fonds der Konkurrenten Stone Harbor und Blackrock. Sie legten innerhalb eines Monats um mehr als fünf Prozent zu, während der Vergleichsindex nur um 3,8 Prozent stieg.

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