Staatsanleihen 440 Prozent mit Griechen-Bonds

Es geht voran: Die Papiere von Griechenland haben die besten Renditen in ganz Europa gebracht. Anleihen der ehemaligen Krisenstaaten sind begehrt. Auch Portugal steht bei vielen Anlegern hoch im Kurs.
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Ein bisschen Rückenwind für Griechenland: Die Wirtschaft soll nach sieben langen Jahren wieder wachsen. Quelle: dpa

Ein bisschen Rückenwind für Griechenland: Die Wirtschaft soll nach sieben langen Jahren wieder wachsen.

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FrankfurtEnde des Jahres möchte Griechenland auf dem Anleihemarkt vier bis fünf Milliarden Euro einsammeln. Anleger fragen sich, ob sie investieren sollten. Anleihen von den ehemaligen Krisenländern sind am Markt derzeit gefragt. Griechische und portugiesische Staatsanleihen haben im ersten Quartal eine bessere Entwicklung genommen als die Bonds anderer Länder aus der Eurozone. Beide Staaten machten Fortschritte bei ihren Bemühungen, an die internationalen Finanzmärkte zurückzukehren.

Griechische Papiere schafften einen Ertrag von 23 Prozent – die beste Entwicklung unter den 34 Märkten, die von den Bloomberg-World-Bond-Indexes abgebildet werden. Gleich dahinter folgen die Staatsanleihen aus Portugal auf Rang zwei. Sie legten um zwölf Prozent zu. Portugal wird voraussichtlich im Mai sein Rettungsprogramm beenden können.

Griechenlands Wirtschaft wird 2014 wahrscheinlich erstmals seit sieben Jahren wieder wachsen, heißt es in einer aktuellen Prognose der Europäischen Kommission. Das Land will in diesem Monat erstmals wieder den Kapitalmarkt anzapfen, nachdem es im vergangenen Jahr einen Haushaltsüberschuss verbuchen konnte.

Reformen beginnen, Früchte zu tragen

„Es steht außer Frage, dass der Verschuldungsgrad in diesen beiden Ländern noch immer hoch ist und dass noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind“, sagt Richard McGuire, Chef für europäische Zinsstrategie bei Rabobank International in London. „Aber Investoren, die höhere Renditen wollen, belohnen sie für die Reformen, die sie durchgezogen haben und die nun beginnen, Früchte zu tragen.“

Investoren kehren an die Märkte für Festverzinsliche, Devisen und Derivate zurück. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass die Staatsschuldenkrise in der Eurozone, die zu einem Auseinanderbrechen der Währungsunion zu führen drohte, sich offenbar ihrem Ende zuneigt.

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, hatte versprochen, alles Nötige zur Bewahrung des Euro tun zu wollen. Er stellte dabei in Aussicht, unbegrenzt Anleihen von angeschlagenen Ländern aufzukaufen, wenn diese das beantragen. Wer am 26. Juli 2012, dem Tag der Draghi-Äußerungen, bei griechischen Staatspapieren eingestiegen wäre, hätte bis heute einen Ertrag von 439 Prozent erzielt. Das zeigen Indizes von der Bank of America Merrill Lynch.

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7 Kommentare zu "Staatsanleihen: 440 Prozent mit Griechen-Bonds"

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  • Die Schuldenkrise neigt sich nach Angaben von HB dem Ende zu.
    Das kann ja nur ein Aprilscherz sein. Denn das beste kommt noch.

  • Übermorgen kommt Onkel Draghi und erzählt uns das Deflationsmärchen. An verkündet er im Duktus eines Furchtlosen seine letzte Verzweiflungstat. Die Senkung des Nominalzinses von 0,25% auf Null, weil die Wirtschaft so gut läuft (siehe Griechenland, Portugal, Italien und Frankreich). Seine Freunde von GS werden morgen und übermorgen in einer konzertierten Aktion über die Futuremärkte den Goldpreis um rund 20-30 USD pro Unze nach unten manipulieren, damit der Normalbürger nicht auf die Idee kommt, bei 0% Zinsen seine Ersparnisse in Sicherheit zu bringen und die Bankkonten zu räumen. Stattdessen lässt der schlaue Michel sein Geld lieber auf der Bank, damit es inflationiert und ggf. durch die EU konfiziert werden kann. Und der dumme EU Bürger applaudiert, während man ihm das letzte Hemd auszieht.

  • Gerne hätte ich mir auch für 0% Zinsen 10 Mrd. USD bei der FED geliehen, um mittels griechischer Anleihen beim europäischen Steuerzahler abzukassieren. Aber leider haben aufrechte Demokraten und Bürger im Hamsterrad keinen Zugang zu Notenbankgeld.

  • Alles kein Problem. Nach ZDF Informationen hat der durchschnittliche griech. Konditor rund 2,8 Millionen € zur Seite geschafft. Fragen wir mal den Handelsblattredakteur mit griechischen Wurzelen, wie das geht?

  • Gerne hätte ich auch wieder eine 7-stellige Summe aus meinem Privatvermögen investiert !

    Einzige Voraussetzung dafür wäre aber ein vorrangiges Pfandrecht auf alle im griechischen Staatsbesitz befindlichen Güter gewesen. Gerne auch schöne junge Helleninnen als Musen und Mätressen zur jederzeitigen Verfügung. Ich bin ja kein Unmensch, und auch kein Kostverächter. Aber der Klageweg wie zuletzt ist mir zu nervig. So einfach ist das. Over and out !

  • Das sind die fetten Gewinne, die vom deutschen Steuerzahler garantiert und bezahlt werden ... so funktioniert die europ. Staats- und Bankenrettung. Doch davon kein Wort in dem HB-Artikel hier, stattdessen nicht nachvollziehbare Jubelmeldungen über das angebliche Ende der Krise.
    Es ist wirklich nicht zu fassen!

  • Neue Anleihen von einem Bankrotteur zeichnen, why not?!

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