Staatsanleihen Argentinien und Mexiko wetteifern um Investoren

In Südamerika wetteifern die größten Volkswirtschaften um internationale Investoren: Mexiko hat Anleihepläne bestätigt, Argentinien will wohl in Kürze nachziehen. Und das könnte erst der Start des Wettlaufes sein.
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Das Land plant, neue Staatsanleihen mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Dollar zu emittieren. Quelle: dpa
Sonnenuntergang in Mexiko-Stadt

Das Land plant, neue Staatsanleihen mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Dollar zu emittieren.

(Foto: dpa)

Buenos AiresZwei große südamerikanische Volkswirtschaften liefern sich aktuell ein Wettrennen um die Gelder internationaler Investoren. Insidern zufolge will Argentinien noch in der ersten Januarhälfte eine zehn Milliarden Dollar schwere Bondemission an den Markt bringen. Die Nachricht sorgte für einen Anstieg bei den Renditen umlaufender argentinischer Anleihen. Aus einer mexikanischen Pflichtmeldung vom Mittwoch ging kurz darauf hervor, dass Mexiko nachziehen will. Das Land plant, neue Staatsanleihen mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Dollar zu emittieren.

Internationale Investoren interessieren sich für Anleihen aus Schwellenländern, da deren Renditen oft höher sind als anderswo. So sind die Geldzuflüsse in Emerging-Markets-Anleihen letztes Jahr auf einen Rekord gestiegen, wie Daten von EPFR Global zeigten.

Den Insidern zufolge will Argentinien Anleihen in einem Volumen von mindestens 7,5 Milliarden Dollar auflegen. Falls der Markt es zulässt, sind sogar bis zu 10 Milliarden US-Dollar im Gespräch. Mexiko hingegen bietet zwei Tranchen an. Darunter sind zwei Milliarden Dollar in Bonds mit einer Fälligkeit in 2028 und 600 Millionen Dollar in 30-jährigen Anleihen.

Argentinien werde für seine geplante Emission Banken nutzen, hieß es weiter. Das könnten auch ausländische Banken sein. Mexiko beauftragte internationale sowie regionale Banken, darunter Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, Bank of America Corp. und JPMorgan Chase & Co.

Der Bondplatzierung Mexikos könnte noch eine Anleiheemisssion des staatlich kontrollierten Ölkonzerns Petroleos Mexicanos (Pemex) folgen. Pemex dürfte dieses Jahr Anleihen im Volumen von bis zu 7,5 Milliarden Dollar an den Markt bringen, wie aus informierten Kreisen zu hören war.

Die argentinische Anleiheemission fällt in das Ressort vom dortigen Finanzminister Luis Caputo. Der ehemalige Banker war unter anderem Länderchef Argentinien bei der Deutsche Bank AG. Er dirigierte 2016 die Rückkehr des Landes auf den internationalen Kapitalmarkt. Das tat er mit einer Anleiheemission im Volumen von rund 22 Milliarden Dollar.

Argentiniens Anleiheplatzierung würde ungefähr ein Drittel des für dieses Jahr geplanten Finanzierungsvolumens von 30 Milliarden Dollar ausmachen. Ungefähr 40 Prozent der Finanzierungen sollen insgesamt in Fremdwährungen aufgelegt werden.

Die Provinz Buenos Aires, der größte Bundesstaat Argentiniens, wird der Staatsanleihenemission folgen. Wie weiter verlautete, plant Buenos Aires bis zu drei Milliarden Dollar bei internationalen Investoren zu platzieren. Nach dem Vollzug der jüngsten Ankündigungen könnte das Wetteifern weitergehen: Sowohl Argentinien als auch Buenos Aires werden versuchen, Anleihen in anderen Währungen am Markt unterzubringen, sagten zwei Insider. Beide könnten versuchen, eine weitere Emission in einer asiatischen Währung zu platzieren, hieß es bereits im März 2017.

  • Bloomberg
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