Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Staatsanleihen Chinesische Euro-Anleihen sind bei Anlegern begehrt

Erstmals seit 2004 gibt China in Euro notierte Anleihen aus. Für die niedrigzinsgeplagten Investoren in Europa sind die Papiere attraktiv.
Kommentieren
China sammelt am europäischen Anleihemarkt Milliarden ein. Quelle: dpa
Börse in Peking

China sammelt am europäischen Anleihemarkt Milliarden ein.

(Foto: dpa)

Frankfurt China leiht sich erstmals seit 15 Jahren Geld am europäischen Anleihemarkt. Das Land hat am Dienstag drei in Euro lautende Staatanleihen mit einer Laufzeit von sieben, zwölf und 20 Jahren und einem Gesamtvolumen von insgesamt vier Milliarden Euro ausgegeben.

Die Investoren nahmen die Rückkehr Chinas auf den Euro-Markt extrem gut an. Peking hätte auch 20 Milliarden Euro bei Investoren einsammeln können. Haitham Ghattas, Chef des Kapitalmarktgeschäfts der Deutschen Bank, die den Anleihe-Deal betreut hat, sagte dem Handelsblatt: „Die starke Nachfrage am Markt für diese Anleihe zeigt, dass europäische Investoren am starken Wachstum in Asien teilhaben wollen.“

Peking wiederum profitiert mit diesem Schritt von den historisch niedrigen Zinsen in Europa. So wirft die zwölfjährige Euro-Anleihe einen Kupon-Zins von 0,5 Prozent ab, die Rendite lag zum Handelsstart bei 0,6 Prozent.

Zum Vergleich: Auf einen in Yuan notierten zehnjährigen Bond muss China einen Kupon von über drei Prozent zahlen.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind die chinesischen Anleihen für Anleger jedoch attraktiv. Die Rendite der chinesischen Euro-Bonds liegt eher auf dem Niveau von Spanien und Portugal. Dabei gilt China als sehr solider Schuldner, die großen Ratingagenturen stufen das Land mit „A+“ ein.

China öffnet sich für westliche Anleger

Gegenüber Bundesanleihen mit vergleichbarer Laufzeit können Investoren mit einem Mehrertrag von rund 0,7 Prozentpunkten rechnen. Die Mindestanlagesumme der Papiere beträgt 1000 Euro – sie sind damit auch für Privatanleger erschwinglich.

Doch gefragt sein dürften die China-Anleihen besonders bei institutionellen Investoren, die bislang keinen Zugang zum chinesischen Yuan-Markt haben.

China hat in den vergangenen Jahren seine Kapitalmärkte immer stärker für ausländische Investoren geöffnet. Zuletzt wurden chinesische Yuan-Anleihen in die wichtigsten Indizes der Anleihemärkte aufgenommen. Die Ausgabe von Euro-Bonds ist ein weiterer Schritt des Landes, sich für westliche Anleger zu öffnen.   

Aus Sicht von Deutschbanker Ghattas dürften nach dem chinesischen Staat auch weitere Emittenten aus dem Reich der Mitte auf den europäischen Markt drängen: „Die Transaktion setzt einen Referenzzins [für chinesische Anleihen] und ebnet den Weg für chinesische Unternehmen, die ebenfalls Zugang zum Euro-Markt suchen.“

Die Euro-Chinabonds werden unter den ISINs XS2078532913, XS2078533218 und XS2078535346 gehandelt. Raymond Sagayam, Chefanlagestratege für Anleihen beim Vermögensverwalter Pictet, empfahl kürzlich im Handelsblatt jedoch, lieber direkt in chinesische Yuan-Anleihen zu investieren und sich nicht gegen Wechselkursschwankungen abzusichern.

Mehr: Seit Monatsbeginn kauft die EZB wieder Unternehmensanleihen. Am Markt zeigt das kaum Wirkung. Die monatelange Rally wird vielen Investoren unheimlich.

Startseite

Mehr zu: Staatsanleihen - Chinesische Euro-Anleihen sind bei Anlegern begehrt

0 Kommentare zu "Staatsanleihen: Chinesische Euro-Anleihen sind bei Anlegern begehrt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.