Staatsanleihen Fast 60 Prozent Ertrag mit Portugal-Anleihen

Anleihen europäischer Staaten waren im vergangenen Jahr besonders lukrativ. Eine sehr hohe Rendite erzielten Investoren mit Portugal-Bonds. Grund für den Aufschwung waren die Euro-Rettungsmaßnahmen der EZB.
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Staatsanleihen aus Europa brachten 2012 sehr hohe Renditen. Quelle: dpa

Staatsanleihen aus Europa brachten 2012 sehr hohe Renditen.

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FrankfurtFür Staatsanleihen aus der Euro-Zone war 2012 das beste Jahr seit Beginn der Datenerhebung. Besonders stark angestiegen sind Staatsbonds aus Italien und Portugal. Ausgelöst wurde diese positive Entwicklung offenbar durch die verstärkten Maßnahmen zur Rettung des Euro.

Portugiesische Anleihen bescherten Investoren 2012 einen Ertrag von 57 Prozent (bis einschließlich 28. Dezember) - das ist der größte Aufschlag seit mindestens 1994, wie aus Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies hervorgeht. Bei griechischen Papieren ging es den Daten zufolge um 21 Prozent nach oben, sie erreichten das erste Jahresplus seit 2009. Auch bei italienischen Bonds lag die Rendite bei 21 Prozent. Und bei Staatsanleihen aus Irland freuten sich Investoren über eine Rendite von 29 Prozent.

Die Zugewinne bei italienischen und portugiesischen Bonds folgten unmittelbar auf deren bislang schlechtestes Jahr seit Beginn der Datenerhebung. Ein Index für alle Staatsanleihen der Euro-Zone war 2012 um zwölf Prozent geklettert - so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1999.

Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte im Juli versprochen, alles Notwendige zum Schutz der Währungsgemeinschaft zu unternehmen. Die EZB stellte einen Plan zum Aufkauf von Staatsanleihen vor, der die seit drei Jahren andauernde Schuldenkrise entschärfte.

Die Staats- und Regierungschefs der Region arbeiteten zudem an einer strengeren Bankenaufsicht, einer stärkeren Haushalts-Abstimmung und einer politischen Union. “Wir haben einen signifikanten Stimmungswandel gesehen”, sagte Mohit Kumar, Chef für die europäische Festverzinslichen-Strategie bei der Deutschen Bank. “Portugal, Irland, Italien - sie alle haben sich wirklich gut geschlagen. Die primäre Unterstützung für den Markt kam von der EZB, welche das Risiko aggressiver Ausverkäufe auf jedem der einzelnen Märkte und ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone verhinderte.”

Die Maßnahmen der EZB locken Investoren
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7 Kommentare zu "Staatsanleihen: Fast 60 Prozent Ertrag mit Portugal-Anleihen"

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  • ....hauptsächlich von uns, den deutschen Bürgern finanziert!

    Nach dem Motto: Wer sich hoch verschuldet ist klar im Vorteil!

  • Wenn Sie keine Bank sind sondern nur ein normaler Kleinanleger, werden Sie am Ende dafür bluten, das verspreche ich Ihnen. Fragen Sie mal diejenigen, die das bei Griechenland gemacht haben.

  • naja, dann holen sie sich halt auch portugiesische oder irische anleihen. hält sie niemand von ab

  • Die Riesensauerei - anders kann man das leider nicht umschreiben! Privatisierung der Gewinne, Vergemeinschaftung der Schulden. Und die wirklich in Not geratenen Menschen haben das Nachsehen. So läuft das noch und noch. Das ist monetärer Vampirismus. Aber so lange die doofen Deutschen und die Nordländer noch zahlen, ein ganz einträgliches Spiel. Wie das hier im Artikel bejubelt wird, ist unfassbar.

  • Draghi hat seine Kumpels von Goldman Sachs schon vorher eingeweiht. Jeder besitzt jetzt eine Luxusyacht und eine Nobelvilla mehr !!

  • Zum Glück hat Draghi alle aufkaufen lassen und kann jetzt mit den Gewinnen, die Eurokassen füllen.^^

  • Da sie der vorrausschauende Draghi alle aufgekauft hat, klingeln die EUro-Kassen.^^

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