Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Staatsanleihen Japan löst China als größten US-Gläubiger ab

US-Titel sind weiter als sicherer Hafen gefragt: Der Wert von amerikanischen Schuldtiteln, die vom Ausland gehalten werden, belief sich im Juni auf 6,636 Billionen Dollar.
Update: 16.08.2019 - 11:06 Uhr Kommentieren
Der größte Teil der Schulden wird von Amerikanern selbst gehalten – etwa von Bundesstaaten und Kommunen, der Zentralbank, Pensionsfonds und anderen institutionellen und privaten Anlegern. Quelle: dpa
USA

Der größte Teil der Schulden wird von Amerikanern selbst gehalten – etwa von Bundesstaaten und Kommunen, der Zentralbank, Pensionsfonds und anderen institutionellen und privaten Anlegern.

(Foto: dpa)

New York Japan hat China als größten Gläubiger der USA abgelöst. Im Juni besaß Japan amerikanische Staatsanleihen im Volumen von 1,122 Billionen Dollar, wie aus den am Donnerstagabend veröffentlichten Daten des Finanzministeriums in Washington hervorgeht. Die von China gehaltenen Papiere hatten einen Wert von 1,112 Billionen Dollar. Beide Fernost-Länder weiteten ihren Bestand aus.

China überholte Japan als größten Gläubiger der USA erstmals im September 2008, 2017 lag zwischenzeitlich Japan wieder vorn. Der größte Teil der Schulden wird allerdings von Amerikanern selbst gehalten – etwa von Bundesstaaten und Kommunen, der Zentralbank, Pensionsfonds sowie anderen institutionellen und privaten Anlegern.

Exportweltmeister China legt ebenso wie Japan einen großen Teil seiner Handelsüberschüsse in US-Staatsanleihen an, die bei Investoren als sicherer Hafen gelten. Mit 3,1 Billionen Dollar besitzt die Volksrepublik die weltweit größten Devisenreserven.

Wegen des Handelskonfliktes mit den USA war immer mal wieder darüber spekuliert worden, dass die Führung in Peking einen Teil der US-Staatsanleihen auf den Markt werfen und so die Vereinigten Staaten unter Druck setzen könnte. Das könnte die US-Zinsen in die Höhe treiben und das Schuldenmachen für die US-Regierung verteuern. Allerdings würde sich China damit auch selbst schaden, denn der Wert der im Bestand verbleibenden Papiere würde erheblich verlieren.

Der Wert aller US-Schuldtitel, die vom Ausland gehalten werden, erhöhte sich zur Jahresmitte auf 6,636 Billionen Dollar von 6,539 Billionen Dollar im Mai. Damit waren die US-Bonds weiter als sicherer Hafen gefragt. „Der allgemein niedrig und negativ verzinsliche Markt für Staatsanleihen macht Treasuries vergleichsweise attraktiver als europäische und japanische Anleihen“, sagte Analyst Benjamin Jeffery vom Finanzhaus BMO Capital Markets in New York.

So liegt der Zins für die zehnjährige deutsche Bundesanleihe derzeit bei minus 0,7 Prozent, während die entsprechende US-Staatsanleihe rund 1,5 Prozent an Zinsen abwirft.

Mehr: Zweijährige US-Staatsanleihen werfen erstmals seit 2007 mehr Rendite ab als zehnjährige Papiere. In der Vergangenheit war das ein verlässlicher Krisenindikator.

Finance Briefing
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Staatsanleihen - Japan löst China als größten US-Gläubiger ab

0 Kommentare zu "Staatsanleihen: Japan löst China als größten US-Gläubiger ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote