Staatsfinanzierung Portugal kauft Anleihen vorzeitig zurück

Die portugiesische Regierung will zeigen, dass genügend Geld in der Staatskasse ist – und hat deshalb Staatsanleihen zurückgekauft, die erst im Oktober fällig gewesen wären. Davon kann vor allem eine Branche profitieren.
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Euro-Krisen-Politik: Erst im Januar war Portugal nach zweieinhalb Jahren an den freien Kapitalmarkt zurückgekehrt. Quelle: dpa

Euro-Krisen-Politik: Erst im Januar war Portugal nach zweieinhalb Jahren an den freien Kapitalmarkt zurückgekehrt.

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LissabonPortugal hat vorzeitig Staatsanleihen im Wert von 1,32 Millionen Euro zurückgekauft. Ein Teil der Anleihen wäre erst im Oktober 2014 fällig gewesen, die übrigen im Oktober 2015, teilte die für die Verwaltung der Schulden zuständige Behörde IGCP am Donnerstag in Lissabon mit.

Nach Angaben von Analysten will Portugal damit signalisieren, genügend Geld in der Staatskasse zu haben. Zudem könnten von dem Rückkauf vor allem portugiesische Banken profitieren, um anschließend genügend liquide Mittel für die Investition in zukünftige Anleihen zu haben.

Erst im Januar war Portugal nach zweieinhalb Jahren an den freien Kapitalmarkt zurückgekehrt und hatte langfristige Staatsanleihen von 3,25 Milliarden Euro ausgegeben. Im Mai 2014 soll das Rettungsprogramm auslaufen. Die portugiesische Staatsfinanzierung soll dann nur noch über Eigeneinnahmen und den freien Kapitalmarkt laufen. In der vergangenen Woche war die Troika in Lissabon angereist, um die portugiesischen Finanzen unter die Lupe zu nehmen.

Portugal war in der Finanzkrise in Bedrängnis geraten und hatte im Mai 2011 Notkredite in Höhe von 78 Milliarden Euro zugesagt bekommen. Im Gegenzug verlangten die Geldgeber der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds eine rigide Sparpolitik von der Regierung in Lissabon.

  • afp
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