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Staatspapiere Rendite von zehnjähriger Bundesanleihe sinkt auf Rekordtief

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreicht ein neues Rekordtief. Auslöser sind die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.
Update: 31.05.2019 - 13:11 Uhr Kommentieren
Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen lag zwischenzeitlich bei minus 0,205 Prozent. Quelle: dpa
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Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen lag zwischenzeitlich bei minus 0,205 Prozent.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Düsseldorf Die zehnjährige Bundesanleihe hat am Freitag ein historisches Allzeittief erreicht. Die Rendite der zehnjährigen Titel lag zwischenzeitlich bei minus 0,212 Prozent. Im Gegenzug legte der Kurs deutlich zu. Der zuvor tiefste Wert war im Juli 2016 mit minus 0,205 Prozent erreicht worden.

Auslöser für die steigenden Kurse am Freitag war die überraschende US-Zolldrohung gegen Mexiko, die immer mehr Anleger in den „sicheren Hafen“ Bundesanleihen treibt. Dies drückte die Rendite, die sich immer entgegensetzt zum Kurs bewegt.

Zumindest aus Sicht von technischen Analysten ist das Ende dieser negativen Entwicklung noch nicht erreicht. Die Charttechniker der Bank HSBC in Düsseldorf erkannten, dass die Renditekurve wieder in den Abwärtstrend seit Sommer 2008 zurückgefallen ist. Die Rendite könnte auch noch deutlich weiter sinken: Aus der bisherigen Entwicklung lasse sich „ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von rund minus 0,40 Prozent ableiten“.

Von der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe hängen die Erträge der meisten als sicher geltenden Zinspapiere ab. Sie beeinflusst die Altersvorsorge von Millionen Sparern ebenso wie die Kosten lang laufender Immobilienkredite.

Am Mittwoch hatten Anleger bereits verstärkt zu Titeln südeuropäischer Länder gegriffen und damit die Rendite der zehnjährigen spanischen und portugiesischen Bonds jeweils auf ein neues Rekordtief gedrückt. Die Rendite der spanischen Titel lagen bei 0,734 Prozent, die ihrer portugiesischen Pendants rentierten mit 0,871 Prozent ebenfalls so niedrig wie noch nie.

Spanien und Portugal erschienen Investoren als politisch relativ stabil, sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem nach den starken Ergebnissen pro-europäischer Parteien bei der Europawahl.

Die portugiesische Wirtschaft wachse zudem seit Jahren überdurchschnittlich, betonte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Ermutigend sei zudem die Anhebung des Ausblicks für die Bonitätsnote des Landes auf „positiv“ durch die Rating-Agentur Fitch. „Normalerweise der erste Schritt zu einer weiteren Aufwertung.“

Gegen den Trend bewegte sich am Freitag italienische Staatsanleihen. Aus Furcht vor einer ausufernden Staatsverschuldung zogen sich Anleger zurück und trieben die Rendite der zehnjährigen Titel auf 2,743 von 2,649 Prozent. Gleichzeitig kletterte der Renditeaufschlag zu vergleichbaren Bundespapieren auf ein Sieben-Monats-Hoch.

Mehr: Die Nachfrage nach Bundesanleihen ist enorm. Das drückt die Rendite deutscher Staatspapiere deutlich ins Minus. Lesen Sie hier, warum eine Wende nicht in Sicht ist.

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