Stahlriese Schmolz wegen Bonds-Betrug verklagt

Experten schreiben dem Kläger eine starke Position zu: Der angebliche Betrug soll sich auf das Bewerben einer Anleihe mit der Erfolgsbilanz einiger Manager beziehen, die später aber das Unternehmen verlassen mussten.
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Arbeiter in einem Stahlwerk. Quelle: dpa

Arbeiter in einem Stahlwerk.

(Foto: dpa)

Der US-Hedgefonds GoldenTree Asset Management LP hat den Schweizer Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach AG verklagt. Er wirft dem Unternehmen vor, Anleihen betrügerisch vermarktet zu haben.

Laut Goldentree haben Schmolz und die Bank BNP Paribas SA die Anleihen mit der nachweisbaren Erfolgsbilanz des Management- Teams beworben - sechs Wochen später seien einige dieser Top- Manager gefeuert worden. Das zeigen Unterlagen, die bei einem Gericht in Chicago eingereicht wurden.

Schmolz hatte im Mai siebenjährige Papiere im Volumen von 258 Mio. Euro verkauft, nachdem die Finanzen aufgrund der in Europa nachgebenden Stahlnachfrage unter Druck geraten waren. Im Juni mussten Unternehmenschef Benedikt Niemeyer und Finanzchef Axel Euchner den Konzern verlassen.

Adrian Steinmann, ein Sprecher von Schmolz, erklärte, das Unternehmen sei überzeugt davon, sich erfolgreich gegen die Klage verteidigen zu können.

“Goldentree hat wahrscheinlich eine starke Position”, sagte indes Analyst Martin Schreiber von der Zürcher Kantonalbank in einem Telefon-Interview mit Bloomberg News. Die Verhandlungs-Position von Schmolz könne wegen der hohen Schuldenlast zu einem gewissen Grad belastet sein.

  • Bloomberg
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