Subprime-Fonds Finanz-Giftmüll kommt bald wieder

„Subprime-Kredite“ sind nach der Finanzkrise 2008 zum Schimpfwort geworden. Jetzt wollen Finanzdienstleister das Produkt unter anderem Namen wiederbeleben. Ein riskantes Spiel.
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Die Bündelung von riskanten Hypotheken zu verbreiften Wertpapieren, lösten die Finanzkrise 2008 auch. Diese Produkte könnten jetzt ein Comeback feiern. Quelle: dpa
Comeback der Risikohypotheken

Die Bündelung von riskanten Hypotheken zu verbreiften Wertpapieren, lösten die Finanzkrise 2008 auch. Diese Produkte könnten jetzt ein Comeback feiern.

(Foto: dpa)

New YorkDas Geschäft mit der Bündelung riskanterer US-Hypotheken in Anleihen ohne staatliche Garantie kommt wieder auf. Man darf es nur nicht Subprime nennen. Der Hedgefonds Seer Capital Management, der Vermögensverwalter Angel Oak Capital und die australische Bank Macquarie zählen zu den Finanzfirmen, die Kredite von Schuldnern aufkaufen, die sich nicht für konventionelle Hypotheken qualifizieren, weil sie eine niedrige Kreditwürdigkeit haben, Zwangsversteigerungen vorliegen oder das Einkommen schwer nachzuweisen ist.

Die Firmen haben alle vor, die Kredite in Wertpapieren mit unterschiedlichen Risiken zu bündeln und in diesem Jahr teilweise an Investoren zu verkaufen. Analysten von JPMorgan schätzen das Volumen der Transaktionen, die in diesem Jahr stattfinden werden, auf bis zu fünf Milliarden Dollar, Nomura Holdings geht von einer Milliarde Dollar bis zwei Milliarden Dollar aus.

Die Finanzfirmen wollen den Markt wiederbeleben ohne die Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen. Die Krise am US- Häusermarkt, die zur globalen Finanzkrise beitrug, ist unvergessen. Diesmal wollen die Firmen die riskantesten Tranchen zurückbehalten, anders als die Wall-Street-Banken und andere Emittenten vor der Krise, die die Risiken größtenteils verlagerten.

Seer Capital und Angel Oak bevorzugen die Bezeichnung „Nonprime“ für die Kreditvergabe, die mit Praktiken liebäugelt wie sie zuvor bei Subprime- oder Alt-A- Hypotheken angewendet wurden. Zwar „ist Subprime dieser Tage ein Schimpfwort“, doch könne jeder sehen, dass sich die Möglichkeiten so verengt hätten, „dass ein Großteil guter potenzieller Kreditnehmer nicht mehr zum Zuge kommt“, sagt John Hsu, Leiter Kapitalmärkte bei Angel Oak. Die Gesellschaft aus Atlanta geht davon aus, genügend Kredite für eine Verbriefung im nächsten Quartal zu besitzen. Etwa 20 Prozent bis 30 Prozent der Emission sollen dabei einbehalten werden.

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