US-Bonds unter Druck China weist Berichte über Drosselung von Anleihenkäufe zurück

Die chinesische Devisenaufsicht hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Land eine Drosselung seiner US-Anleihen-Käufe überprüft. Eine entsprechende Meldung hatte am Mittwoch für Bewegung an den Märkten gesorgt.
Update: 11.01.2018 - 10:51 Uhr Kommentieren
China hält Fremdwährungsreserven im Wert von etwa drei Billionen Dollar. Quelle: AP
China und Devisenmarkt

China hält Fremdwährungsreserven im Wert von etwa drei Billionen Dollar.

(Foto: AP)

PekingChina hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach das Land Käufe von US-Staatsanleihen stoppen will. Die zitierte Quelle irre sich oder es handele sich um „Fake News“, teilte das staatliche Devisenamt in Peking am Donnerstag mit. Chinas Währungsreserven würden professionell verwaltet und diversifiziert. Wie viel davon in US-Staatsanleihen fließe, hänge von Marktgegebenheiten und vom Investitionsbedarf ab.

Die Agentur Bloomberg hatte am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, es gebe eine Empfehlung der für die Verwaltung der riesigen Währungsreserven zuständigen Manager, die Geschäfte zurückzufahren oder gar zu stoppen. Die Meldung setzte den Dollar unter Druck und trieb die Renditen von US-Bonds nach oben. Nach den Meldungen, dass die Berichte auf falschen Informationen basieren könnten, legte der Dollar zu und die Renditen gaben wieder nach.

China hält Fremdwährungsreserven im Wert rund drei Billionen Dollar und hat damit den größten Devisenschatz der Welt. Im Oktober entfielen allein 1,19 Billionen Dollar der von der Volksrepublik gehaltenen Anlagen auf US-Staatsanleihen.

  • rtr
  • dpa
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