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Verluste im zweiten Quartal Norwegens Staatsfonds auf Verlustkurs

Zum ersten Mal seit drei Jahren hat der weltgrößte Staatsfonds Geld verloren – auch weil die US-Aktien eine Belastung waren. Nur mit einer Anlageklasse ließ sich überhaupt noch eine Rendite erzielen.
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Der norwegische Pensionsfonds wird mit den Einnahmen aus den Öl- und Gasvorkommen des Landes finanziert. Quelle: dpa
Norwegen - Reichtum durch Öl und Gas

Der norwegische Pensionsfonds wird mit den Einnahmen aus den Öl- und Gasvorkommen des Landes finanziert.

(Foto: dpa)

Oslo Der weltgrößte Staatsfonds hat im zweiten Quartal einen Anlageverlust von 73 Milliarden Kronen, also von etwa 773.000 Euro erlitten. Es ist der erste Verlust seit drei Jahren und auf die sinkenden globalen Anleihe- und Aktienmärkte zurückzuführen.

Der Fonds mit einem Anlagevolumen von 787 Milliarden Euro büßte insgesamt 0,9 Prozent ein. Die Aktieninvestments sanken um 0,2 Prozent und die Anleihepositionen verloren 2,2 Prozent, während die Immobilieninvestments 2,0 Prozent gewannen.

„Der Ertrag der festverzinslichen Anlagen ist durch den Anstieg der Rendite in seinen wichtigsten Anlagemärkten beeinträchtigt worden”, erklärte Yngve Slyngstad, CEO des Fonds, in einer Mitteilung am Mittwoch aus Oslo. „Auf der Aktienseite haben US-Aktien das Ergebnis nach unten gezogen.”

Die Zentralbank hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der aus den norwegischen Öleinnahmen gespeiste Fonds angesichts des Einbruchs der Ölpreise wahrscheinlich seinen Zenit erreicht habe. Slyngstad hatte gewarnt, dass niedrigere Erträge zu erwarten seien, da die Zentralbanken der Industrieländer mit ihren geldpolitischen Anreizen die Renditen an den Anleihemärkten auf Rekordtiefs gedrückt haben.

Der Fonds hielt per Ende Juni 62,8 Prozent seines Anlagevolumens in Aktien, gegenüber 62,5 Prozent Ende März. Die Anleihebestände gingen von 35,3 Prozent auf 34,5 Prozent zurück. Auf die Immobilieninvestments entfielen 2,7 Prozent. Die Regierung hat die Allokation auf rund 60 Prozent Aktien, 35 Prozent Anleihen und fünf Prozent Immobilien festgelegt.

Die größten Aktienpositionen des Fonds waren Nestlé und Apple, gefolgt von Novartis. Die größten Anleihepositionen waren US-Staatspapiere, deutsche Bundesanleihen und japanische Staatsanleihen.

Finance Briefing
  • Bloomberg
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