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Vor Markt-Comeback Portugiesische Anleihen gefragt

Nach Griechenland kehrt nun auch das Euro-Sorgenkind Portugal mit einer langfristigen Staatsanleihe zurück an die Märkte. Die Vorfreude an den Börsen steigt, denn die Papiere von Euro-Krisenländern sind wieder gefragt.
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EU-Sorgenkind Portugal ist mit einer langjährigen Staatsanleihe wieder zurück an den Märkten. Portugiesische Anleihen sind derzeit hoch gefragt. Quelle: dpa

EU-Sorgenkind Portugal ist mit einer langjährigen Staatsanleihe wieder zurück an den Märkten. Portugiesische Anleihen sind derzeit hoch gefragt.

(Foto: dpa)

Lissabon Portugals Staatsanleihen stehen bei Anlegern so hoch im Kurs wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Die Rendite für richtungsweisende zehnjährige Papiere lag am Dienstag mit 3,7 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2006. Als Grund nannten Händler die Ankündigung der ersten Auktion langlaufender Staatsanleihen seit drei Jahren. Portugal hatte in der vergangenen Woche angekündigt, wieder langfristig die Finanzmärkte anzuzapfen. Am Mittwoch wird das Land zehnjährige Staatsanleihen unter Investoren versteigern, wie die nationale Schuldenagentur in Lissabon mitteilte. Die erste öffentliche Auktion seit dem Hilferuf an die EU im April 2011 soll 750 Millionen Euro in die Staatskasse spülen.

Portugal hatte mit internationalen Notkrediten über 78 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt werden müssen. Das Rettungsprogramm der Europartner und des Internationalen Währungsfonds läuft Mitte Mai aus. Mit Unterstützung eines Bankenkonsortiums hatte Portugal im Januar bereits fünfjährige Anleihen am Markt unterbringen können. Zuvor hatte sich das Land regelmäßig am Geldmarkt Mittel für kürzere Zeiträume besorgt.

Vor knapp zwei Wochen hatte schon Griechenland seine Rückkehr an die Märkte gefeiert. Die Auktion fünfjähriger Staatsanleihen war ein großer Erfolg. Nach Angaben des Finanzministeriums konnte Athen drei Milliarden Euro einsammeln, rund eine halbe Milliarde mehr als angepeilt. Die Nachfrage war enorm: Es gingen Gebote über 20 Milliarden Euro ein.

Investoren setzen wieder auf die Euro-Krisenländer, weil deren Schuldverschreibungen in Zeiten rekordniedriger Leitzinsen relativ hohe Renditen abwerfen. Außerdem verlassen sich laut Experten viele Anleger darauf, dass Europartner und Europäische Zentralbank (EZB) Zahlungsausfälle verhindern werden. Die EZB hatte im Sommer 2012 angekündigt, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen.

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  • dpa
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