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Börsenkrach im Oktober 1929 größtes Wall-Street-Debakel Superhausse führte 1929 zum Börsencrash

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Im Sommer 1929 hatte in den USA aber ein gradueller konjunktureller Abschwung begonnen. Die Wall Street reagierte ab Anfang September mit zögerlichen Kursverlusten. Am Donnerstag den 24. Oktober begann der Wall-Street-Kollaps am Vormittag mit dramatischen Kurseinbrüchen bei extrem hohen Umsätzen. Die Spitzenbankiers der größten US-Banken J.P. Morgan, National City, Chase National und Guaranty Trust trafen sich und griffen danach mit Stützungskäufen ein. Der Dow-Jones-Index konnte sich wieder fast völlig fangen und verlor im Tagesschnitt nur 2,08 Prozent. Am Freitag und Samstag stabilisierte sich die New Yorker Börse, doch war eine extreme Nervosität unverkennbar.

Am darauf folgenden Montag brach dann die Welt an der Wall Street plötzlich endgültig zusammen. Es gab eine beispielose Verkaufspanik. Zahllose Anleger versuchten alle gleichzeitig ihre Aktien loszuwerden. Der Dow-Jones-Index verlor am „Schwarzen Montag“ 12,82 Prozent an Wert. Am Dienstag herrschte dann eine noch schlimmere Weltuntergangsstimmung. Es gab bei Rekordumsätzen einen Kurseinbruch von 11,73 Prozent. Der Dow-Jones-Index, der am 3. September noch mit 381,17 Punkten notierte hatte, ging mit nur noch 230,07 Punkten aus dem Handel. Er hatte damit seit dritten September 39,64 Prozent an Wert eingebüßt. Die schlimmen Oktobertage an den amerikanischen und den Weltbörsen sind sukzessive als „Schwarzer Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag“ in die Börsengeschichte eingegangen.

Die Talfahrt setzte sich jedoch bis Sommer 1932 fort als das bekannteste US-Börsenbarometer auf einem dramatischen Tiefstand von 41,22 Punkten angelangt war. Das war gegenüber dem Höchststand vom September 1929 ein beispielloser Einbruch des Dow von 89,18 Prozent. Aktien der größten Unternehmen wie US Steel waren innerhalb von drei Jahren von 262 auf 22 Dollar eingebrochen. General-Motors-Aktien sackten von 73 auf acht Dollar ab. Viele Aktien waren völlig wertlos geworden. Es sollte bis 23. November 1954 dauern, also mehr als 25 Jahre, ehe der Dow-Jones-Index mit 382 Punkten wieder sein vorheriges Hoch vom September 1929 überschreiten konnte.

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