Börsenrally Dax 10.000, was nun?

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Milchmädchenhausse und "Bild-Zeitungs-Indikator"
Warren Buffetts Lieblingsaktien
File photo of Buffett, Chairman of the Board and CEO of Berkshire Hathaway, poses for a portrait in New York
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Warren Buffett, Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway, hat ein glückliches Händchen: Seit dem Start der Holding im Jahr 1965 stieg der Buchwert je Aktie deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Warren Buffett
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Offenlegen müssen Investoren Aktien, Optionen und Wandelanleien aus dem vergangenen Quartal. In welche Papiere Buffett das Geld seiner Kunden außerhalb der USA anlegt, muss er aber nicht verraten. Auch Optionsscheine (Warrants) und Anleihen müssen nicht aufgeführt werden. Das folgende Ranking listet die Top-10 Firmen aus dem Depot des Großinvestors nach ihrem Wert.

Wer an der Börse mitmischen will, braucht vor allem: Zeit. Doch wer kann sich neben dem Job intensiv mit dem Marktgeschehen auseinandersetzen? Lesen Sie in unserem Dossier, wie Sie ohne großen Aufwand zum Finanzstrategen werden, erhältlich als PDF in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Buffett's Lieblinge DaVita
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Platz 10: Davita Healthcare Partners

Davita Healthcare Partners ist einer der größten Gesundheitsversorger in den Vereinigten Staaten mit Sitz in Denver, Colorado. Spezialisiert hat sich die Firma auf die Betreuung von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Seit ihrer Gründung 1992 stellt sie die Dialyse-Ausrüstung bereit und betreibt derzeit rund 2000 ambulante Dialyse-Zentren und Versorgungszentren in Krankenhäusern in nahezu allen Staaten der USA.

Unternehmenswert 2014: 2.310.552.201 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +10,26 Prozent

KGV (2013): 21,00

Quelle: www.davitahealthcarepartners.com

Buffett's Lieblinge Directv
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Platz 9: Directv (DTV)

Directv ist ein Pay-TV-Anbieter. Zusammen mit Tochterfirmen bietet das Unternehmen seinen Kunden digitale TV-Dienste in den Vereinigten Staaten und in Lateinamerika. Darüber hinaus produziert die Gesellschaft eigene Entertainment-Sendungen wie beispielsweise Friday Night Lights und besitzt drei eigene Sportsender.

Unternehmenswert 2014: 2.521.705.182 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +42,18 Prozent

KGV (2012): 10,9

Quelle: www.directv.com

Buffett's Lieblinge USbancorp
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Platz 8: U.S. Bancorp

U.S. Bancorp entstand 2002 aus der Fusion der U.S. Bank und die Firststar Bank, die fortan unter dem Dach der Holdinggesellschaft U.S. Bancorp agierten. Das Finanzinstitut ist mit über 3000 Filialen in knapp der Hälfte der US-Bundesstaaten vertreten. Zielgruppe des Unternehmens sind Lateinamerikaner. In vielen Regionen hat die Bank Filialen mit zweisprachigem Service. Insgesamt betreut sie über elf Millionen Kunden.

Unternehmenswert 2014: 3.204.564.400 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +19,06 Prozent

KGV (2012): 11,2

Quelle: www.usbank.com

WALMART
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Platz 7: Wal-Mart Stores

Auch wenn der Multi-Supermarkt wegen seiner Arbeitsbedingungen immer wieder in der Kritik steht: Für Investoren wie Buffett scheinen die Aktien des Discounters lohnenswert. Zuletzt war der Konzern in den Schlagzeilen, weil er in den USA 2300 Jobs strich, der größte Stellenabbau seit 2010.

Unternehmenswert 2014: 3.893.874.950 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +7,46 Prozent

KGV (2012): 13,5

Exxon Mobil
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Platz 6: Exxon Mobil

ExxonMobil Corporation einer der größten Spieler der Mineralöl-, Erdgas- und Petrochemiebranche. Der Konzern ging aus Standard Oil hervor. Exxon-Mobil produziert 5,3 Millionen Fass Öl am Tag und beschäftigt 76.900 Menschen. Unter den US-Aktien zählt das Unternehmen zu den „Dividendenaristokraten”. Seit zehn Jahren hat der Konzern seine Dividende beständig erhöht. Zuletzt lag sie bei 2,18 Euro pro Aktie.

Unternehmenswert 2014: 4.162.319.872 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +2,6 Prozent

KGV (2012): 8,9

Die nächsten Widerstände für den Dax wären nach Meinung von Schmidt dann bei den Marken 10.104, 10.201, 10.262 und 10.332 zu finden. „Spätestens dann wird sich zeigen müssen, ob es zu realen Anschlusskäufen von Teilnehmern kommt, die einen weiter steigenden Dax erwarten“, meint der Experte. Die Berechnung der Widerstände erfolgt über die Projektion vergangenen Kursbewegungen, weil der deutsche Leitindex solch ein Kursniveau erstmals erreicht hat. „Uncharted territory“, nennen das technische Analysten.

Wenn es allzu gut an der Börse läuft, sind es in der Regel die erfahrenen Anleger, die zuerst unruhig werden. Es fällt ihnen die Warnung von der Milchmädchenhausse wieder ein. Oder der „Bild-Zeitungs-Indikator“. Der besagt, dass die Hausse mehr oder weniger beendet ist, wenn die Bild-Zeitung auf Seite Eins von der Rally berichtet. Denn dann springen die letzten Anleger auf den rasenden Zug auf, und damit gibt es quasi keinen potenziellen Käufer mehr. Die Korrektur ist nah. So weit die Börsenregel.

Doch dieses Mal könnte es auch ganz anders kommen. Christoph Bruns hofft auf einen anderen Effekt, nämlich dass eine breite Berichterstattung über den historischen Dax-Stand die bisherige Fehlallokation des deutschen Geldvermögens – es schlummern Milliarden auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten – in Zukunft etwas gemildert werden könne. „Man kommt an der bestens historisch belegten Erkenntnis nämlich nicht vorbei, dass die Beteiligung an der Wirtschaft durch Aktienbesitz das Klügste ist, was Anleger für ihren langfristigen Vermögensaufbau tun können“, sagt der Fondsmanager. Anders als etwa in den 1990er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sei die Börsenstimmung in Deutschland auch weit davon entfernt, einer allgemeinen Euphorie zu gleichen. Ein Grund mehr, weshalb der „Bild-Zeitungs-Indikator“ dieses Mal vielleicht nicht funktioniert.

Doch selbst wenn es noch einmal ruckelt, dürften die Rückschläge nicht allzu stark ausfallen. Charttechniker Schmidt sieht gleich mehrere Marken, die im Zuge einer temporären Korrektur eine wichtige Rolle spielen werden: die Dax-Stände 9.973, 9.810 und 9.771 Zähler.

Für Arndt Kussmann, Leiter Finanzanalyse der Quirin Bank, verstellen die 10.000-Punkte-Marke und die damit verbundene emotionale Diskussion um den richtigen Ein- oder Ausstiegszeitpunkt aber den Blick auf das Wesentliche: „Bei der effizienten Vermögensanlage darf es nicht um das Festklammern an bestimmten Kennzahlen oder um das optimale Timing gehen“, meint er. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass bei einem langfristigen Anlagehorizont Timing-Strategien keine Rolle spielen. Von zentraler Bedeutung ist es hingegen, dauerhaft im Aktienmarkt investiert zu sein – idealerweise mit kostengünstigen ETFs und möglichst breit gestreut.

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14 Kommentare zu "Börsenrally: Dax 10.000, was nun?"

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  • .......und so lautet die Parole.....weiter machen. Je heißer das Pflaster, um so wohler das Gefühl. Und so marschieren wir weiter in Kolonne. Es ist doch noch so viel Luft nach oben, nicht wahr. Habe vor längerer Zeit von 15 000 gesprochen......und die nehmen wir nun in Angriff. Wat soll passieren?........nix.....Garnichts..... Mario wird es richten.......er wird jeden einzelnen anrufen, falls sich was ändern sollte........geht alles so weiter?......ja, so ist es
    Frohes handeln.......und immer eine saubere Hose an, damit Platz ist...........verstanden?

  • @Buerge-r

    Richtig

    Immer wenn irgendjemand behauptet; "dieses mal wird alles anders", dann ist das das sicherste Zeichen, daß es so wie immer (und noch schlimmer) kommt. Die Indizes werden noch eine Weile lang künstlich mit Luftgeld aus dem nichts aufgepumpt, aber dann ist Schlachttag.

    Ich (-> Kleinanleger) interessiere mich für Aktien erst wieder bei DAX 6000, vorher nicht.

  • Das Ende ist noch lange nicht erreicht: Wenn die von Draghi erhoffte Inflation nun nicht endlcih anspringt (tut sie nicht) dann erfolgt mehr oder weniger unverholene, offen Staatsfinanzierung.

    Die Illusion des Geldes verdiente den Namen selte so wie heute.

  • So hat man den Menschen völlig jede Zukunfts-Gestalungs-Möglichkeit weggenommen, hat man ihnen jede Lebensperspektive beraubt.

    Es gibt (zumindest hier in München) einige, die immer wieder irgendeinen Laden, Boutique, Friseur od. Ähnliches eröffnen….und nach ca. 2 Jahren schließen wieder.

    Und? Was und? Nix! Das Leben funktioniert trotzdem weiter. Trotzdem sind die Caffees, Restaurants überfüllt. Trotzdem werden immer mehr Fahhräder einfach so liegen gelassen! Trotzdem werden Kleider, Sachen, Möbel, sonstige Sachen in immer größeren Mengen einfach weggeworfen.

    Deutschland (und Europa) scheint in unbegrenztem Reichtum zu schwelgen.

    Ich frage mich dennoch, wie lange wird es so gehen? Wohl nicht ewig.

  • Heute ist der DAX über 10.000 Punkte gestiegen. Die wichtigsten Bestandteile – die vielleicht (gefühlsmäßig von mir) – so etwa dreiviertel des DAX-Kapitals ausmachen, sind – wie ich verstehe – Münchner Rück+Allianz+Siemens+Deutsche Bank.

    Und nun kann jeder hier im Internet sich den DAX-Chart aufrufen,und kann sehen:

    Der Kurs der wichtigsten DAX-Werte beträgt heute bei DAX 10.000 nur noch die Hälfte oder ein Drittel dessen, was diese mal bei DAX 5000 waren. Und der DAX steigt und steigt und steigt. Was habe ich davon, wenn der DAX steigt und meine Aktien aber gleichzeitig fallen oder im besten Falle treten nur noch an der Stelle, was diese ja schon seit über zwei Jahren machen! Was habe ich davon, wenn der Kurs von Edelmetallen so manipulativ so niedrieg gehalten wird? Was habe ich davon wenn die Immobilien so manipulativ in solche Höhen gehievt sind?

  • Viel schlimmer ist das Problem der Demotiviertheit der Menschen. Den Menschen ist alle Zukunft, die Lebensperspektive weggenommen. Man kann als Normalsterbliche kein Geschäft, kein Kapital, kein Haus – nix, aufbauen. Denn es gibt keine ständigen Werte mehr, ob Gold, ob Geld, ob Aktien, ob Immobilien, alles wird täglich wüstest jongliert und manipuliert: den wird allmählich die Lust vergehen, die spüren und verstehen allmählich, daß es keinen Sinn macht, sich besonders anzustrengen, warum auch, wenn so viele Menschen um uns herum einfach Leben überhaupt nicht zu arbeiten brauchen. Und es werden immer, warum auch. Wenn man mit geringsten „Wewechen“ einfach sofort sich für Wochen krank melden kann. Die Sozialen Netze funktionieren doch perfekt. Dafür sorgt doch der Staat, indem er sich nun selbst zu finanzieren gelernt hat.

    Es gibt keinen Sinn mehr für neue Ideen, für Innovationen, denn es gibt keine festen Werte mehr, nix.

  • Also so ein niedriger Leitzins (in Japan sogar 0,10!) ist nichts anderes als Sklaverei für die Menschheit. Nun haben wir den Planwirtschafts-Staatskapitalismus a lá Sowjewirtschaft! Einerseits werden die Staaten von den Zentralbanken finanziert, weil keiner mehr deren Anleihen kauft, andererseits aber versucht der Staat noch die Wirtschaft total zu steuern.

    Eigentlich sollte der Staat sich selbst von seiner "Potenz" ausgehend finanzieren, daß heißt, der Staat gibt Staatsanleihen heraus und diese am Markt platzieren, beruhend und ausgehend aus seiner Steuer-Aufkommen-Kraft. Und die Bürger, Institutionen, Rentenfonds, Hedgefonds - etc., die Marktteilnehmer erwerben die Staatsanleihen, weil sie davon ausgehen, daß der Staat genug Steuereinnahmen hat (und haben wird, bei langjährigen bis 20 J.). und den versprochenen Zins (zumindest den Nominalzins) zahlen wird. Und was geschieht jetzt? Die Marktteilnehmer vertrauen nicht mehr so wie früher dem Staat (insbesondere in Südeuropäischen Staaten und die USA), kaufen nicht mehr seine Staatsanleihen. Und nun kommt der Staat auf eine geniale Idee, daß er mit Hilfe seines Instituts Zentralbank seine eigenen Staatsanleihen selbst kauft, und dann verbreitet weltweit "die gute Nachricht" diesem oder jenem Staat "sei gelungen erfolgreich die Anleihen zu platzieren!". Und es funktioniert. Anscheinend machen es nun auch alle Großmächte, siehe Beispiel Japan, das Lied dauert nun über 20 Jahre. Und es geht! Und kein Problem!.

    Aber wie lange wird es so halten? Solange wie wir die Ressourcen weltweit völlig aufgebracht haben und da und hier beginnt es zu Engpässen zu kommen. Aber wann wird es geschehen, in 20, 30, 50 Jahren, wenn z.B. die Energievorkommen zur Neige gehen. Aber auch hier werden bis dahin die erneuerbaren Energiequellen und die Technologie entsprechend das Problem lösen. Nein, das Problem sehe ich nicht darin, daß die Erdressourcen verbraucht werden und zur Knappheit somit auch VersorgungsSPANNUNG kommen kann.

  • Die spinnen alle. Ich kann nur den Kopf schütteln... Widerlich! Ich freu mich auf den großen Knall und die vielen blöden Gesichter. Ich freu mich, wenn die Politiker den Flitz kriegen werden, weil wohl so einige leichtes Unverständnis äußern werden. Ich freu mich, wenn der Mainstream wie die Handelsprawda auch von den ganz Dummen als das entlarvt wird, was es ist...

  • Die magische Schwelle wurde überschritten.

    Dachte, jetzt würden sich Himmelsschleusen öffnen und Milch und Honig fließen...

  • soweit, sogut

    10.000 erreicht, was schon mega lange das Ziel war und nun knallen gerade die Sektkorken ---- überall. "Es ist vollbracht" und man kann dann wieder zum normalen Tagesgeschäft über gehen.

    Kommt nun : "sell in May"?

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