Brand in London Aktien des Hochhaus-Versicherers unter Druck

Protector Forsikring ist an der Versicherung des brennenden Londoner Hochhauses beteiligt und muss durch das Feuer hohe Kosten tragen. Die Gedanken der norwegischen Firma seien erst mal jedoch bei den Familien vor Ort.
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Hochhaus im Flammenmeer
24-stöckiges Wohngebäude
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Im Zentrum Londons steht ein 24-stöckiges Hochhaus in Flammen. Die Polizei bestätigt den Tod von zwölf Menschen. Es werde aber befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch steige, teilt sie mit. Bis zum frühen Mittwochabend waren nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt worden. Einen Terroranschlag schließt Scotland Yard aus.

Zahl der Toten dürfte steigen
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Die Londoner Polizei geht von weiteren Todesfällen aus. „Es werden noch Menschen vermisst“, sagte Stuart Cundy von Scotland Yard am Mittwoch. Teams suchen in dem 24-stöckigen Gebäude nach Opfern. Der Brand in dem Hochhaus ist noch nicht gelöscht.

Gebäude ist derzeit stabil
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Trotz der Feuerkatastrophe in dem Londoner Hochhaus halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen. Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte die Londoner Feuerwehrchefin Dany Cotton am Mittwoch in der Nähe des Gebäudes, aus dem immer noch Rauchschwaden emporstiegen. Einsatzkräfte seien bislang bis zum 19., 20. Stockwerk gelangt.

Mangelnder Feuerschutz?
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In dem Hochhaus soll es bereits Beschwerden über unzureichenden Feuerschutz gegeben haben. Mehrere Anwohner hatten darauf hingewiesen, dass es nur einen Notausgang gäbe und Menschen bei einem Feuer eingeschlossen werden könnten. Augenzeugen sagten zudem, das Feuer sei im unteren Teil des Gebäudes mit mehr als 20 Stockwerken ausgebrochen und habe sich dann nach oben durchgefressen.

Baufirma reagiert schockiert
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Die Baufirma Rydon hat schockiert auf den Hochhausbrand in London reagiert. Sie war für die Sanierung des 24-stöckigen Grenfell Towers zuständig. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma am Mittwoch mit.

Auswirkungen auf Brexit-Gespräche
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Die Verhandlungen zwischen den Tories von Premierministerin Theresa May und den nordirischen Unionisten verzögern sich wegen des Feuers der BBC zufolge. Eine Einigung werde nicht mehr am Mittwoch bekanntgegeben, sondern könnte bis kommende Woche verschoben werden. Das bedeute, dass sich auch der Beginn der Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verzögern könne.

Bürgermeister verspricht Aufklärung
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Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat nach dem Brand in einem Hochhaus umfassende Aufklärung versprochen. „Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden“, teilte Khan am Mittwoch über Twitter mit. Die entsetzlichen Bilder hätten ihn schwer getroffen. Es habe Tote gegeben, Rettungskräfte hätten mehr als 50 Menschen mit Verletzungen in Kliniken gebracht. Die Feuerwehr müsse mit einer Lage klarkommen, die sich ständig verändere, schrieb Khan. Die Zahl könne daher weiter steigen.

OsloDer norwegische Versicherer Protector Forsikring ist an der Versicherung des brennenden Londoner Hochhauses beteiligt. „Als Versicherer von Royal Borough of Kensington und Chelsea ist Protector Forsikring von dem tragischen Feuer im Grenfell Tower betroffen“, teilte die Firma in Oslo mit. „Unsere Gedanken sind bei den Menschen und ihren Familien, die dort leben.“

Die Kosten des Feuers würden aber vor allem vom Rückversicherungsprogramm getragen, teilte Protector weiter mit. Daher sei der Einfluss auf die Gewinnentwicklung vernachlässigenswert. Die Anleger an der Börse in Oslo warfen die Aktien dennoch aus ihren Depots. Protector fielen zunächst um sechs Prozent auf 67,25 norwegische Kronen, grenzten im Verlauf aber die Verluste auf 2,5 Prozent ein.

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