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Dax-Ausblick Anleger zittern vor der kommenden Woche

Die Unruhe ist wieder da. Schon am Freitag hat der Dax nach seiner rasanten Aufholjagd eine Pause eingelegt. Börsianer fragen sich besorgt: Reicht der 750-Milliarden-Schirm, um den Euro zu retten? Unternehmensnachrichten tragen kommende Woche kaum zur Beruhigung bei. Vielmehr blicken die Anleger nun wieder darauf, wohin die Konjunktur geht. Was Aktienstrategen erwarten.
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Konjunkturdaten werden für die Dax-Entwicklung wieder wichtiger. Quelle: Handelsblatt

Konjunkturdaten werden für die Dax-Entwicklung wieder wichtiger.

(Foto: Handelsblatt)

HB FRANKFURT. Fast zehn Prozent hat der Dax in der abgelaufenen Woche zugelegt - bis Donnerstag. Dann ging es wieder bergab. Zunächst hatten überraschend gute Unternehmenszahlen und die Beschlüsse der EU zur Stabilisierung der Schuldenstaaten die Anleger begeistert. Bis sie am Freitag plötzlich wieder ins Grübeln gerieten. "Das EU-Rettungspaket hat zwar die größten Ängste vertrieben", sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg, "das Thema Schuldenkrise lässt die Anleger aber nicht los."

Auch in der kommenden Woche nicht. Marktbeobachter sind sich uneins, wie es weitergeht. Auch kommende Woche werde der deutsche Leitindex sich nicht mehr so stark entwickeln, meinen die einen. Andere trauen dem Dax durchaus neue Höchststände zu. Eines ist klar: Die Bilanzsaison endet allmählich. Nun rückt außerdem noch ein anderes Thema ins Blickfeld der Anleger, das sie zuletzt etwas ausgeblendet hatten: Was macht die Konjunktur?

Klude rechnet eher mit einer Seitwärtsbewegung des deutschen Leitindex, obwohl das Marktumfeld für eine Fortsetzung der Kursgewinne spreche. Die Bilanzsaison sei bisher recht positiv verlaufen, und die Weltwirtschaft erhole sich. Das bestätigten zuletzt auch Zahlen aus den USA. Dort signalisieren Indikatoren sowohl aus der Industrie als auch aus dem Konsum, dass der Aufschwung an Fahrt gewinnt.

Solche Nachrichten bewogen die Experten der Landesbank Berlin (LBB), optimistisch auf die kommende Woche zu blicken: "Wir trauen dem Dax neue Jahreshöchststände zu." In der vergangenen Woche hatte sich der Eliteindex zunächst bis auf etwa 50 Punkte an sein bisheriges Jahreshoch von 6 342 Zähler herangepirscht. Chancen sieht Arnim E. Kogge vom Bankhaus Ellwanger & Geiger für Export- und Rohstofftitel. Sie profitieren davon, dass die "Gelddruckmaschine" angeworfen worden sei. "Für Tradingkäufe sind solche Szenarien durchaus geeignet", meint Kogge.

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12 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Anleger zittern vor der kommenden Woche"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • An Paule Ratlos,

    Hallo Paule,
    viel wird über Sekulanten geschrieben und geschimpft.
    Was ist das Wesen der Spekulation?
    Geld mit Geld zu verdienen!
    Es ist ein kapitalistisch-aristokratischer Sport, bei dem man die Überlegenheit seines Geistes beweisen kann.....
    .....oder auf die Schnauze fällt.
    Dieses scheinbar individuelle Spiel beruht auf den Realitäten der Ökonomie.
    Hinzu kommt wie beim Pokern die Dynamik der Mitspieler.
    Wenn du also 200.000 in bar hast, dann bist du beim Spekulieren falsch aufgehoben, denn da wird mit anderen Einsätzen gespielt.
    Du kannst vielleicht "Trittbrett fahren"....aber da braucht es ständig richtige information und sklavenhafte Aufmerksamkeit.
    Für einen, der sowas mag, vielleicht das Höchste.

    Also: Warum suchst du dir nicht ein reales Projekt um dein Geld ganz wirklich zu investieren?
    ich kann es dir sagen!
    Weil du Angst vor den behörden, dem Papierkram und all den Schmarotzern hast, die dich erstmal zur Kasse bitten.
    Weil deine ideen dir im Hals stecken bleiben.

    Grüßlis


  • Herr Ackermann hat sich erstmal riesen Gewinne gesichert. Die Zinsen auf seine griechischen Staatsanleihen steigen schön. Was will der Herr mehr. Und es sollte doch wundern, wenn ausgerechnet die Deutsche bank nicht an Wetten gegen Griechenland verdient.
    Durch den Schutzschirm sind doch zumindestens die nächsten 750Mio risikolos.

    Wir erinnern uns noch an die Sache mit der HRE. Ackermann hatte seine faulen Kredite dorthin ausgelagert (abgeschrieben) und in der Krise ging er zu Merkel, gab dort seine Einlagen in der HRE als Verluste an, ließ die HRE (deren Hauptschuldner die Deutsche bank war)als systemrelevant deklarieren und dann bekam er von den Politikern seinen blankoscheck.
    Würde ich super finden, wäre da nicht der Steuerzahler, der diese Gewinne bezahlt.

  • bewegung ist immer gut, auch zittern, wenn sonst nichts geht. Zahlen der Vergangenheit spielen keine Rolle, wenn klar wird, daß die Staaten mit der wahnsinnigen Verschuldung weiter machen - mit steigendem Tempo gerade nun in der EU. So kehrt die Rezession auf halbem Weg wieder um und die Depression spitzt die Ohren. Die Aufnahme aller kritischen Anleihen der EU-Südstaaten von den banken durch die EZb verstärkt nicht nur die Staatsverschuldung, sondern verschlechtert auch die Ratings für den "guten" Rest der EU. Es läuft alles falsch - nur um banken zu schonen, weltweit.

  • ich möchte an dieser Stelle all denen „Spekulanten“, die gegen EURO wetten/ spekulieren, erst mal ganz herzlichst danken. Danke dass ihr der EZb, den Staatslenkern den Finger in die Wunde gelegt habt, dass ihr allen noch mal gezeigt habt, wo es sowohl rechtlich, als auch strukturell in der EU noch mangelt! Aber auch danke dafür, dass ihr auch genau denen jetzt die Möglichkeiten bietet, einen Teil der Fehler wieder gut zu machen! Es wird nicht leicht, ganz und gar nicht, niemand verzichtet gerne! Aber wir haben alle Chancen in der Hand noch gestärkt und besser Positioniert aus dieser Situation hervorzuheben! Denn nur gemeinsam sind wir stark! Danke, danke, danke!

  • Die neueste Aussage Trichets bringt die Sache auf den Punkt. Die Krise gewinnt unvermindert an Fahrt. Jegliche Sparanstrengungen der Euro-Staaten kommen viel zu spät und sind kontraproduktiv, da die Wirtschaft noch mehr abgebremst wird. Ein Währungsschnitt wird es geben. Die Regierung wird dann eine gewisse Summe für jeden bürger garantieren. Es wird so eine Art Einlagensicherungsfont geben. Der Euroschilling vereint dann das nördliche Europa.

  • interessanter Ausblick! Nach den bewegungen im Freitagshandel dürfte der beginn der nächsten Woche doch eher rot sein! Der Roller-Coaster geht auf jeden Fall weiter. Die Politik (und Angst) bestimmt zur Zeit die Märkte. Demnach sind immer -/+ 15% drin. Dies ist ein Paradies für kurzfristige Trader.
    Aber die langfristigen Prognosen sind trotz des politischen Wirrwarrs immer noch intakt. Wir bewegen uns in einem kräftigen Sägezahnmarkt, die Tendenz zeigt aber noch nach oben!
    @Paule Ratlos: Momentan würde ich Gelder nur kurzfristig parken. Es lassen sich auch gute Aktien zu niedrigen Preisen einkaufen. bei den momentanen Kurssprüngen würde ich da aber immer wieder Gewinne mitnehmen. Es ist nicht auszuschließen, daß es irgendwann noch mal richtig kräftig bergab geht. bei so einem Kursrutsch wie am Freitag 7.5. lassen sich auch noch mal Unternehmensanleihen mittlerer Laufzeit kaufen. Dort hat man dann 4-6% bei 3-4 Laufzeit. Die große inflation wird uns erst in einigen jahren treffen, so daß hier Rendite und Risiko noch i.O. sind.

  • ich finde es wird höchste Zeit, die KRiMiNELLEN SPEKULANTEN sprich börsianer endlich dorthin zu schicken, wo sie hingehören. Ganze Volkswirtschaften nur des kriminellen Profites wegen zu ruinieren ist ja wohl nicht länger hinnehmbar.

  • @ Gore77

    Den banken vertraue ich nicht ansatzweise. Was die sagen, weis ich selbst gebührenfrei....! ich kenne zuviele banken von innen.

    @ Hainer

    ich denke so wie Sie, zumal auch in etliche Jahre in der branche war und die Gesamtzusammenhänge gut kenne. Etwas überrascht bin ich, dass Sie nicht explizit auch ETWs nennen. Spricht etwas dagegen, auf mittlere bis länger Sicht?

  • @Paule Ratlos
    Haben Sie Kinder? Vielleicht ein gutes Grundstück oder eine schöne immobilie erwerben, da sind die Kinder gut versorgt. Ansonsten, es sieht sehr, sehr schlecht aus für die nächste Zeit! ich arbeite in der branche und mache mir sehr, sehr große Sorgen.

  • @Paule:
    Nein mit steigender inflation und damit auch Zinsen im Euroraum wird erst ab der zweiten Jahreshälfte gerechnet. in Übertreibungsphasen wie der aktuellen kann man zwar theoretisch gute Unternehmen zu günstigen Preisen (Aktienkurse) finden, jedoch muss man dann praktisch die Nerven haben auch Panikreation auszusitzen oder gar dann nachzukaufen, wenn alle Analysten sich einig sind zu verkaufen ;). Dies können die Wenigsten und deswegen gibt es unter den Aktienbesitzern immer die größten Verlierer.
    Ansonsten heißt die Devise: Diversifikation (Mix aus verschiedenen Anlagen je nach persönlicher Leidensfähigkeit und Schmerzgrenze ;) Denn jedes Prozent Gewinn wird mit zusätlichem Risiko gekauft.

    bei ihrer Summe werden ihnen genügend banken und berater vorschläge unterbreiten.

    Gruß

    Peter

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