Dax-Ausblick Die Jahresendrally kann kommen

Positive Konjunkturdaten, sprudelnde Unternehmensgewinne und die Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed haben die Märkte befeuert. Pünktlich zum Jahresende steht der Schalter der Anleger auf Risiko, vieles spricht für eine Fortsetzung der Hausse. Allerdings warnen Experten vor neuen Blasen an den Kapitalmärkten.
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Der Dax-Ausblick, jede Woche auf Handelsblatt Online. Quelle: Handelsblatt

Der Dax-Ausblick, jede Woche auf Handelsblatt Online.

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HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. In der abgelaufenen Woche hat der Dax rund zwei Prozent zugelegt. Damit addiert sich das Plus seit Anfang Oktober auf mehr als acht Prozent - der Leitindex steuert auf eines der besten vierten Quartale seiner Geschichte zu.

Befeuert werden die Märkte durch die weitere Lockerung der Geldpolitik von Seiten der US-Notenbank Fed und durch steigende Gewinne der Unternehmen. Nach Einschätzung von Börsianern werden die Faktoren den Dax weiter in Schwung halten.

"Ein Sprung über 7 000 Punkte ist nächste Woche zwar unwahrscheinlich", sagte Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg. Bis zum Jahresende werde der Leitindex diese psychologisch wichtige Hürde aber sicher knacken. Auch sein Kollege Andreas Hürkamp von der Commerzbank äußert sich optimistisch: "Wir empfehlen weiterhin, schwächere Handelstage zum Aufstocken von Aktienpositionen zu nutzen."

Zahlreiche Faktoren spielen Aktienanlegern in die Hände

Analysten zufolge spricht derzeit Vieles für eine Fortsetzung der Hausse. "Die Berichte zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal zeigen, wie stark viele Dax-Unternehmen vom kräftigen globalen Wachstum profitieren. Und dieses dürfte vorerst anhalten", stellt Hürkamp fest. Gleichzeitig seien die deutschen Standardwerte trotz der jüngsten Kursgewinne günstig. "Das Dax-Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnerwartungen für das Jahr 2010 ist seit Jahresgewinn gefallen", betont der Commerzbank-Experte.

Marktanalyst Dennis Nacken von Allianz Global Investors weist zudem darauf hin, dass es immer noch überschüssiges Kapital auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten gebe. Mangels Alternativen ströme dies verstärkt in Aktien, da Aktien- und Dividendenrendite derzeit deutlich über den Erträgen der Staatsanleihen lägen.

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4 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Die Jahresendrally kann kommen"

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  • Dieses blinde Nachfaseln von unbelegten Euphorismen in einigen Medien ist verantwortungslos. Zurückgehende Auftragslage in Deutschland kann kaum weiteren Kurszuwachs produzieren, wobei die bewertungen längst weit über dem langfristigen Durchschnitt liegen, also sinken müßten. Die wenigen Unternehmen, welche kurzzeitig profitieren, können dies nur wegen niederer basiseffekte, drastischer Verschlankungen und steuerlicher Unterstützung - etwa durch Kurzarbeit und Erleichterungen anderer Art. Obgleich nur ein kleiner Teil der deutschen Wirtschaft etwas profitiert, wird so getan, als wenn hier alles gut wäre. Dem ist nicht so. Die Aufträge für Export sind Luftblasen staatlicher Förderprogramme im Ausland, damit unzuverlässig. Aus der EU kommt kaum noch etwas, denn fast alle Nachbarn sind pleite, incl. Frankreich und Deutschland geht es nur rein äußerlich besser, keinesfalls real. Hier die nächste blase zu propagandieren, zeugt von Dummheit oder ist interessengeleitet.

  • Die "Märkte" bereiten den Untergang der Dekadenz und Gier vor.....
    Das ist alles so krank......und wird bald in einem big bang ausufern.....
    Doch noch grasen die naiven Schafe sorglos auf der Weide.....

  • Die Märkte sind mit Fiat-Money Geld aufgeblasen - und diese blase werden platzen - weltweit ! So ist es eingeplant !
    Dann werden die Menschen endlich ihre naivität und das Wegschauen zu spüren bekommen !
    Dann wird gejammert und es gibt Aufruhr.
    Viele Menschen werde sterben - auch weil sie verhungern !
    Wenn wir Glück haben greifen bislang noch im Verborgenen arbeitenden Kräfte ein.

  • Keiner hat interesse, dass die internationalen Finanzmärkte einbrechen. Es entspricht nur der Natur des Menschen, das diese Party so lange weitergefeiert wird, bis auch der letzte vor Überkonsum den Löffel abgibt. Solange steigen die Märkte weiter. Hier mal ne kleine Rezession, da mal etwas Geschwafel über den Untergang. Letztendlich werden immer neue Superlativen geschaffen.
    Oder sogenannte blasen.blasen die es doch garnicht gibt.
    Wer will schon, dass wir alle der Realität ins Auge blicken müssen? Und selbst wenn man der Realität ins Auge blickt. Was ist schon Geld?
    Diese Staatsverschuldungen sind doch mehr imaginär als real! irgendwann wird die Uhr neu aufgedreht und alles geht von vorne los. Warum eigentlich noch über die Probleme reden, wenn sie doch mehr Schein als Sein sind. Zugegeben das ganze monetäre System basiert nur auf Fiktion und einer großen Menschheitslüge. Was sind Schulden überhaupt? Letztendlich nur Zahlen in irgendwelchen bilanzen. irgendwann werden diese einfach vernichtet. Die Menschheit wird sich doch nicht selbst in den Untergang reiten, wegen ein paar Roten Zahlen?! Doch nicht wegen Tausenden an billionen Verbindlichkeiten. Der Kontostand wird getilgt. Und die Party beginnt aufs Neue! Das alte Rom lässt grüßen. Dann kommen die barbaren und werden eine neue Weltordnung schaffen! Geld ist nur eine illusion meine Freunde. Der Mensch hat sich mit diesem achso raffinierten, komplexen, diffusen, unnatürlichem System selbst versklavt. Welch Armutszeugnis für die menschliche Rasse, dass alle Prozesse anhand von monetären Aspekten bewertet werden müssen.
    DiESE WELT iST DOCH ZUM LACHEN!
    LACHE UND DiE WELT LACHT MiT DiR, WEiNE UND DU WEiNST ALLEiNE!!!!

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