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Dietrich Hoppenstedt Sparkassenpräsident gegen „Enteignung“ der Deutschen Börse

Der Präsident des Sparkassenverbandes DSGV, Dietrich Hoppenstedt, wehrt sich gegen eine Zerschlagung der Deutschen Börse, wie sie sich aus Plänen der EU-Kommission zu einer Reform der europäischen Wertpapierabwicklung ergeben könnte.

FRANKFURT. Hoppenstedt sagte dem Handelsblatt, er sei gegen „die willkürliche und erhebliche Beeinträchtigung bestehender Marktmodelle auf dem Rücken inländischer Privatanleger.“ Ziel des europäischen Gesetzgebers müsse ein Abbau der technischen, rechtlichen und steuerlichen Barrieren sein, die die hohen Kosten der grenzüberschreitenden Wertpapierabwicklung verursachten.

Die EU-Kommission hatte die europäischen Börsen am Dienstag ultimativ zu einer Senkung der Gebühren grenzüberschreitender Wertpapiergeschäfte aufgefordert. Andernfalls will die Kommission gesetzliche Vorgaben machen, die im Extremfall auf eine Abspaltung des Wertpapierabwicklers Clearstream aus dem Konzern Deutsche Börse hinauslaufen könnten. Als treibende Kraft hinter dem EU-Vorstoß sieht Hoppenstedt global agierende Investmentbanken wie die Deutsche Bank. „Es würde mich mit Sorge erfüllen, wenn die EU-Kommission sich diesen interesse geleiteten Vorstoß unter dem Vorwand einer hierdurch vermeintlich zu erzielenden Kostenreduzierung zu eigen machen würde“, sagte er und sprach in diesem Zusammenhang von einer „faktischen Enteignung“.

Mit Blick auf eine eventuelle Fusion der Deutschen Börse mit der französisch dominierten Vierländerbörse Euronext sprach sich Hoppenstedt für Frankfurt als Standort aus. „Sitz der fusionierten Börse muss Frankfurt sein“. Dabei handele es sich nicht nur um Symbolik. Am Unternehmenssitz werde entschieden, wessen Bedürfnissen Rechnung getragen werde und wo Systeme und Produkte entwickelt würden. „Ob sich all dies in Frankfurt oder anderswo abspielt, ist ein zentrales Finanzplatzthema“, sagte Hoppenstedt.

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