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Experten befürchten bei LSE-Übernahme Ratingabstufung der Börse

Im Bieterstreit zwischen Deutscher Börse und Euronext um die London Stock Exchange (LSE) fürchten Experten um die gute Kreditwürdigkeit der Frankfurter.

dpa-afx FRANKFURT. Im Bieterstreit zwischen Deutscher Börse und Euronext um die London Stock Exchange (LSE) fürchten Experten um die gute Kreditwürdigkeit der Frankfurter. Trotz prall gefüllter Kriegskasse und Aussichten auf Bankdarlehen oder Anleihen zur Finanzierung der Übernahme sei ein Kaufpreis von deutlich über 530 Pence je LSE-Aktie (insgesamt 1,95 Mrd. Euro) eine starke Gefährdung für das bislang ausgezeichnete Rating, schätzen Analysten. Einige sehen zudem weitergehende Gefahren für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit, falls es zu späteren Firmenwertberichtigungen auf Grund der Übernahme kommt, die auf die Kapitalausstattung der Deutschen Börse drücken.

Derzeit ist die Deutsche Börse samt ihrer Abwicklungstochter Clearstream bei der Rating-Agentur Standard & Poor's (S & P) mit "AA+" bewertet. Sie wurde allerdings nach Bekanntgabe der Übernahmepläne am 13. Dezember auf "Credit Watch negativ" gesetzt. Demnach prüft man bei S & P eine mögliche Herabstufung. Die derzeitige Kapitallage der Frankfurter sei lediglich als angemessen zu beurteilen, urteilten die Analysten Emmanuel Volland und Diane Hinton von S & P Mitte Dezember.

Bei Moody's ist die Kreditwürdigkeit der Deutschen Börse seit 2003 unverändert mit "Aa1" und "Outlook Stable" eingestuft. Ein Risiko für eine Ratingabstufung sieht die Agentur allerdings, wenn "externes Wachstum in erster Linie oder im beträchtlichen Umfang fremdfinanziert" würde.

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